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Cholesterin-arm durch die „Winterzeit“ - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

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Cholesterin-arm durch die „Winterzeit“

Es ist immer gut, Vorbilder zum Vorzeigen zu haben. Der Margarine-Produzent Unilever hat den Ex-Skirennfahrer Stephan Eberharter gewonnen und dieser warb für ihn im Fernsehen für Gesundheit, sprich für die Verwendung von Becel-Margarine. So weit, so gut, wenn dafür bezahlt wird.

Manche Leute sahen es aber auch kritisch, als Unilever die Patronanz über die Sendung „Winterzeit“ übernahm. Schleichwerbung liege da in der Luft, wird vermutet. Immerhin schreibt eine Werbespezialistin des Margarineerzeugers, dass „das Thema Cholesterin immer wieder redaktionell“ vorkommen werde und dazu „die Diätologin (welch herrliches Wort!) vom Becel-Institut über Herzgesundheit und Cholesterin“ sprechen werde. Ganz objektiv, natürlich. Denn wer eine Sendung sponsert, darf keinen Einfluss auf den Inhalt nehmen, steht im Gesetz. Daher darf Becel auch keinen Einfluss auf die Becel-Diätologin nehmen, eh klar.

In Deutschland musste ein Sportredakteur der ARD gehen, weil er 2006 allzu Margarine-freundlich über eine Nordic-Walking-Veranstaltung von Becel berichtet hat und häufig Becel-Shirts ins Bild rücken ließ. In Österreich ist über Konsequenzen aus dem innigen Verhältnis zwischen Becel und ORF nichts bekannt.

Dabei sind die Tugendwächter der ORF-Aufsicht ganz schön streng: So wurde das Unternehmen unlängst vom Bundeskommunikationssenat als Gesetzesverletzer gebrandmarkt, weil in einer Radiosendung der Moderator den abendlichen TV-Film „Die Geierwally“ mit den Worten „Ich kann nur sagen: Schauen Sie sich das an“ angepriesen hat. Damit sei gegen das Verbot der wechselseitigen Werbung zwischen Radio und Fernsehen verstoßen worden. Lediglich Hinweise, nicht jedoch Anpreisungen seien erlaubt, entschied der Senat.

Erschienen in Ausgabe 02+03/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 16. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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