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Free Bilal

Von Matthias B. Krause, New York

Bilal Hussein musste als Fotojournalist im Irak vielen Gefahren trotzen – aber mit dieser hatte er nicht gerechnet: Am 12. April 2006 nahmen US-Truppen den für die Nachrichtenagentur AP arbeitenden Journalisten in Ramadi fest. Heute, 20 Monate später, befindet er sich immer noch in amerikanischer Gefangenschaft. AP-Anwälte hatten versucht herauszubekommen, was dem Fotografen vorgeworfen wird und wann er angeklagt werden soll. Doch das US-Militär hüllte sich erst in Schweigen, dann verbreitete es widersprüchliche Erklärungen. Im Wesentlichen wirft es ihm offenbar vor, mit Widerstandskämpfern im Irak zusammengearbeitet zu haben. Eine Untersuchungskommission der AP fand dafür keinerlei Anhaltspunkte – und geht inzwischen davon aus, dass die amerikanische Militärführung in erster Linie einen Unbequemen verschwinden lassen will, weil dessen Bilder von der „anderen Seite“ eine Geschichte zeigten, die niemand sehen sollte. Zögerlich nehmen sich nun Journalistenverbände in den USA des Falles an. In deren Diskussionsforen im Internet erheben sich allerdings auch andere Stimmen. Sie glauben, das US-Militär habe schon seine Gründe, so zu handeln. Und es sei unpatriotisch, die Handlungsweise zu kritisieren – eine Message, die die Bush-Regierung seit über sechs Jahren in die Köpfe ihrer Landsleute einhämmert. Offensichtlich mit erschreckendem Erfolg.

Internet: www.freebilal.org

Erschienen in Ausgabe 02+03/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 80 bis 80 Autor/en: Matthias B. Krause, New York. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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