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Geld für Rudolf Edlinger

Um ein Thema, bei dem auch der Eurofighter-Hersteller EADS eine Rolle spielt, ging es in einem anderen Verfahren (siehe vorige Seite). Das Ergebnis gleich vorweg: Als Entschädigung für die “erlittene Kränkung” sprach Richterin Karin Burtscher einem Manager des Fußballklubs Rapid und dem Präsidenten des Vereins, Ex-Finanzminister Rudolf Edlinger, je 7.000 Euro seelisches Schmerzengeld zu. Zahlen soll den Betrag, wenn das Urteil rechtskräftig werden sollte, die Zeitung “Österreich”. Sie habe gegenüber beiden “üble Nachrede” begangen, weil sie ihnen vor rund einem Jahr unreine Gangart im Zusammenhang mit Millionen-Einnahmen vorgeworfen hat. 2007 war bekannt geworden, dass der Flugzeughersteller dem Verein seit Jahren jährlich Geld zukommen lässt. Wie viel, wollte Edlinger auch dem Eurofighter-Ausschuss nicht sagen. “Wir haben Stillschweigen vereinbart”, meinte er. Der ORF nannte jedoch einen Förderbetrag von einer Million Euro pro Jahr, gewidmet für die Nachwuchsarbeit des Vereins.

Niemandem wurde seither allerdings erklärt, welches Interesse der Flugzeughersteller daran haben soll, die Ausbildung von Kickern zu finanzieren, ohne eine erkennbare Gegenleistung zu erhalten.

“Österreich” schrieb im vergangenem Mai, das Geld sei “vereinsintern veruntreut” worden, indem es statt für die Nachwuchspflege für die Finanzierung der Kampfmannschaft verwendet worden sei. Zwischen den Zeilen sei auch herauszulesen gewesen, dass sie das Geld in die private Tasche hätten fließen lassen. Deshalb die Klage durch Rechtsanwalt Gottfried Korn, die nun mit einer Verurteilung des Fellner-Blattes endete.

Erschienen in Ausgabe 04+05/2008 in der Rubrik “Rubriken” auf Seite 22 bis 23. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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