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Sie wollten von sich kein Foto

Eine Gruppe junger Männer zwischen 20 und 30, alle aus dem vorderasiatischen Georgien stammend, machte im Vorjahr Wien unsicher. Sie plünderten hochprofessionell Dutzende Wohnungen, während sie sich den Behörden gegenüber als Asylsuchende ausgaben. Unter der Dienstbeute war auch die Stradivari des Geigenvirtuosen Christian Altenburger.

Als Mitglieder der Bande verhaftet werden konnten, bat die Wiener Polizei – assistiert von Innenminister Günther Platter – die Medien, Fotos der Verdächtigen zu veröffentlichen, um eventuell weitere Straftaten aufklären zu können. Gehorsam folgte die “Kronen Zeitung” und brachte die Bilder von sechs Verdächtigen. Doch die Herren mit den Vornamen Zviadi, Gia und Lave hatten etwas dagegen und forderten durch einen für Asylfälle spezialisierten Anwalt eine Verurteilung der Zeitung, Stichwort Identitätsschutz. Für Richterin Brigitte Zeilinger war der Fall klar. Rechtlich gebe es keine Einwände gegen die Veröffentlichung der Fotos, daher wurden die Anträge abgewiesen. Interessant wird sein, wie der siegreiche Anwalt der “Kronen Zeitung” seine Kosten von den unterlegenen Georgiern eintreiben wird können.

Erschienen in Ausgabe 04+05/2008 in der Rubrik “Rubriken” auf Seite 20 bis 20. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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