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Kauf gegen Gratis

Kaufprodukte sind glaubwürdiger als Gratisbätter und werden konzentrierter gelesen, belegt eine Anfang Juni im VÖZ vorgestellte und vom Verband beauftragte Studie „Medienqualitäten“ (siehe Special ab Seite 70). Kaufzeitungen und Kaufmagazine bieten zahlenden Lesern und Werbern im Vergleich zu Gratismedien einen Mehrwert. Das erhoben GfK Austria und IFES in Face-to- Face-Interviews zwischen 26. Oktober 2007 und 15. Februar 2008 bei 4.300 Landleuten ab 14 Jahren.

Der Vorsitzende des Boards Werbemarkt, Helmut Hanusch (Verlagsgruppe News), und der Geschäftsführer des Bereichs, Wolfgang Chmelir, präsentierten von der Werbewirtschaft lang geforderte Daten. Die „Medienqualitäten“ liefern erstmalig hochwertige, repräsentative Ergebnisse zu Mediennutzungsverhalten und Einstellungen gegenüber Medien und Werbung. 88 Prozent der Befragten halten Kauftageszeitungen für glaubwürdig, bei den kostenlosen Blättern sind es nur 72 Prozent.

Dieses Vertrauen schlägt auch auf den Online-Auftritt von Zeitungen durch. Die umgebende Werbung wird nicht nur als „glaubwürdig“ (72 Prozent), sondern auch als „aktuell“ (88 Prozent) und „informativ“ (77 Prozent) empfunden. Werbung ist den Befragten in Zeitungen deutlich weniger lästig als im Fernsehen. Dort fühlen sich 55 Prozent der Österreicher von Werbeblöcken gestört. Als effizient erweisen sich in der Studie auch die Werbebeilagen in Tageszeitungen: Rund zwei Drittel der Befragten haben diese bereits für ihre Kaufentscheidung genutzt. Kaufmagazine – wie auch Wochenzeitungen – werden mehrfach angeschaut. Wohn-, Gesundheits- und Kochmagazine werden besonders oft aufgehoben (79 Prozent), im Gegensatz zu Gratismagazinen (46 Prozent). Astrid Kuffner

Internet: http://www.voez.at/b582m10″ www.voez.at/b582m10

Erschienen in Ausgabe 06+07/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 10 bis 13. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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