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ARCHIV » 2008 » Ausgabe 08+09/2008 »

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Der Kalorienfresser in der Redaktion

Wer acht Stunden am Tag vor dem Computer sitzt, sollte zum Ausgleich Sport machen – doch wer hat dafür schon die nötige Zeit? Rückenschmerzen und Nackenverspannungen sind häufig die Folge und oft genug auch etliche Kilo zu viel um die Gürtellinie. Der Büromöbelhersteller Details hat nun die Lösung für Firmen, die ihre Mitarbeiter auf Trab bringen wollen. Das US-Unternehmen hat einen Computerarbeitsplatz entwickelt, der gleichzeitig Laufband ist. Maximal drei Stundenkilometer beträgt das Tempo – langsam genug, um noch vernünftig arbeiten zu können und um gleich mehrere Stunden am Tag auf dem Gerät zu verbringen, sagen die Hersteller.

Details-Chef Bud Klipa ist vom Erfolg seines Produktes überzeugt. Zwischen 30 und 40 Stück pro Woche verkaufe sein Unternehmen bereits. „Die Reaktion auf das Angebot war überwältigend“, sagt er. „Wir haben sehr viele Kunden, die nach dem ersten Gerät noch mehr gekauft haben.“ Die Walkstation kam im vergangenen Jahr auf den Markt. In einfacher Ausstattung kostet sie rund 4.500 Dollar (2.900 Euro) pro Stück. Entwickelt wurde das Gerät von James Levine, einem Forscher an der Mayo-Klinik, in der schon zahlreiche Prominente ihre Pfunde purzeln ließen.

„Die Walkstation soll keine Fitnessstation im Büro sein“, betont Levine. Ziel sei es nicht, den Pulsschlag hochzutreiben oder die Leute zum Schwitzen zu bringen. Vielmehr gehe es darum, die Menschen runter von den Bürostühlen zu holen und überhaupt in Bewegung zu bringen. Gesundheitliche Vorteile habe das Gerät durch den sogenannten „NEAT-Effekt“: die „non-exercise activity thermogenesis“, was so viel heißt, dass der Körper durch die leichte Bewegung angeregt wird. Bei einer Geschwindigkeit von nur 1,6 Kilometer pro Stunde verbrenne der Körper 100 Kilokalorien zusätzlich, sagt Levine.

Bud Klipa räumt ein, dass bislang noch nicht wissenschaftlich erwiesen sei, ob der Einsatz der Walkstation tatsächlich die Gesundheitsausgaben von Firmen reduzieren könne. Dass Anwender jedoch fitter und schlanker würden, stehe fest. „Ich habe das Gerät 68 Tage lang genutzt, bin dabei 308 Kilometer gegangen, habe 32.000 Kalorien verbrannt, die ich sonst nicht verbrannt hätte, und habe fünf Kilo verloren“, erzählt Klipa.

Internet: www.details-worktools.com/product_details.php?pid=740

Erschienen in Ausgabe 08+09/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 16. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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