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Gourmet-Special

Futter für die Linse

Von Georg Taitl

Die künstliche Leblosigkeit der 70er-Jahre ist vorbei. Natürlichkeit ist angesagt. Ich arbeite ohne Tricks bei der Aufnahme und ohne Nachbearbeitung am Computer“, lautet das Credo von Foodfotografin Luzia Ellert.

Sie besitzt eine klassische Fotografenausbildung, machte Assistentenjahre bei einem Wiener Modefotografen und in dieser Zeit die Meisterprüfung. Nach mehreren Jahren Arbeit in der Fotoredaktion der „Wienerin“ gründete die ab Oktober 50-Jährige ihr eigenes Fotostudio in Wien mit Schwerpunkt Stillife-Fotografie. Die Spezialisierung war zufällig und absolut ungeplant, „aber rückblickend die absolut beste Richtung“.

Ellert will nicht schummeln. So ist sie bei den Speisen abhängig von der Schönheit der Gerichte, die man ihr vor die Kamera stellt. Zu ihrem Glück arbeitet Ellert im gesamten deutschsprachigen Raum mit Spitzenköchen zusammen, die natürlich auch fürs Auge kochen. In ihrem Fotostudio allerdings arbeitet Ellert mit der Foodstylistin Gabi Halper zusammen.

Ellerts wahre große Leidenschaft ist die Produkte, die Lebensmittel, abzulichten: „Nichts Schöneres als all die wunderbaren Lebensmittel im Detail zu betrachten und ihnen immer wieder neue Gesichter zu entlocken – wie bei der People-Fotografie“

Ellert arbeitet grundsätzlich nur mit saisonalen Speisen, nur dann gebe es ein Optimalergebnis. Doch das will kaum jemand verstehen. Am schwierigsten sind da manche Kunden, vorwiegend aus den Werbeagenturen, die grundsätzlich im Winter Marillen mit grünen Blättern und im Sommer herrlichen Grünkohl wollen.

Besonders schwierig sind Eis und Bier zu fotografieren. „Das erfordert Erfahrung und einen guten Stylisten“, erklärt Ellert. Da hilft Planung bis ins kleinste Detail und dadurch benötigen Ellerts Bilder „in den seltensten Fällen eine elektronische Nachbearbeitung“.

Erschienen in Ausgabe 08+09/2008 in der Rubrik „Gourmet-Special“ auf Seite 62 bis 63 Autor/en: Georg Taitl. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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