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Bronner als Buch

Von Engelbert Washietl

Philosophische Randspaltenlyrik der Medienmacher: Bei der Präsentation des Buches „Trotzdem. Die Oscar-Bronner-Story“ durch die Autoren Klaus Stimeder und Eva Weissenberger zog auch Bronner manchmal die Stirn in Falten über das, was er hörte und auch, was in seinem Buch zu lesen ist. Beispielsweise ein Stück Ahnenforschung über die Familie Bronner, die dem heutigen „Standard“-Herausgeber bis dato fremd war.

Einige Anwesende haben Bronner manches zu verdanken. „profil“-Herausgeber Christian Rainer bündelt seine Bescheidenheit und sagt: „An erster Stelle muss ich Oscar Bronner danken, an zweiter Stelle mir selber.“ Ö1-Chef Treiber löst die Quotenfrage seines Senders mit einem Blick auf die demographische Entwicklung und freut sich: „Die Alten sterben nicht aus, sie werden immer mehr.“ So gesehen kann ihm auch das Geständnis des früheren Internet-Gewaltigen des ORF Franz Manola wenig stören, der nicht zu Treibers Zielgruppe gehört, ja geradezu auf Nichtempfang geschaltet ist: „Das Radio ist mir völlig fremd.“

Eva Dichand, Chefin der Gratiszeitung „Heute“, bedauert von ihrer Warte die Qualitätsmedien: „In schwierigen Zeiten tun sich Qualitätsmedien besonders schwer.“ Aber der qualitative Ehrgeiz hat auch sie erfasst: Presserat ja, sagt sie, aber bitte auch mit Vertretern der Massenpresse.

Erschienen in Ausgabe 10+11/2008 in der Rubrik “Rubriken” auf Seite 66 bis 66 Autor/en: Engelbert Washietl. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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