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9.000 Euro Entschädigung

Kurzen Prozess machte nun Richterin Karin Burtscher im Wiener Landesgericht mit einem Prozess, der vor mehr als einem Jahr vor einer anderen Richterin begonnen hat und sich mühsam dahin schleppte, weil immer wieder neue Zeugen beantragt oder neue Aspekte ins Spiel gebracht wurden.

Jetzt steht das Urteil – zumindest in erster Instanz – nach 40 Verhandlungsminuten fest: der verurteilte Rechtsextremist Gerd Honsik erhält von der Tageszeitung „Österreich“ wegen übler Nachrede 9.000 Euro Entschädigung.

Honsik war 1992 in Wien wegen seines Buches „Freispruch für Hitler“ von einem Geschworenengericht als Neonazi zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weshalb er nach Spanien floh. Als 2007 Fotos von Heinz-Christian Strache (aufgenommen bei Wehrsportübungen) auftauchten, verdächtigte „Österreich“ Honsik, hinter der Aktion zu stehen.

Mit den aus seinem Umfeld stammenden 20 Jahre alten Bildern sollte die FPÖ „auf richtigen Kurs“ gebracht werden. Pech für „Österreich“: Honsik bestritt, die Fotos zu kennen, Beweise für eine Erpressung der Blauen konnten keine erbracht werden, also Verurteilung.

Erschienen in Ausgabe 12/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 16. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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