ARCHIV » 2008 » Ausgabe 12/2008+01/2009 »

Beruf

Das Schmieranski-Team für die Euro 08

Von Umfrage Harald Bartl

Sind wir nicht alle ein bisschen Fußball-Teamchef? Jeder von uns weiß, wie es bei der EURO 2008 noch ein bisschen besser funktionieren könnte. Mit einem Stürmer – oder doch mit zwei? Darf´s ein bisschen mehr Routine sein? Oder soll man doch auf die „junge Welle“ setzen? Wir haben 14 „Teamchefs“ gefragt, die ihr Geld als Fußball-Journalisten verdienen. Ein „Schmieranski-Team“ für das Jahr 2008 quasi. Für jene, die mit diesem Begriff nichts anfangen können: Im Jahr 1931 hatte der damalige Fußball-Teamchef Hugo Meisl dem Druck der Journalisten nachgegeben und im Wiener Ring-Café einen Zettel mit den Worten „Da habt´s euer Schmieranski-Team“ hingeworfen. Auf dem Zettel stand jene Wunschelf, welche die Journalisten so vehement vom Trainer gefordert hatten. Wenige Tage später wurde Schottland mit 5:0 besiegt. Aus dem „Schmieranski-Team“ wurde das legendäre „Wunderteam“, das in den folgenden beiden Jahren 14 Mal in Serie ungeschlagen blieb. Die Aufstellung des „Schmieranski-Team 2008“ (bei der „Kronen Zeitung“ wollte man kein Votum abgeben) weist keine allzu großen Unterschiede zu der Elf von Josef Hickersberger auf. Wir haben bewusst Blätter aus allen Bundesländern ausgewählt, um den „Wiener Vorteil“ nicht zu groß werden zu lassen. Und wir haben ein kleines „Hindernis“ eingebaut: Die Aufstellungen wurden bereits vor dem ersten Länderspiel 2008 Anfang Februar gegen Deutschland ausgegeben, um auch zu sehen, ob die Kollegen über das nötige Gespür und etwas Weitblick oder eine Vorahnung verfügen. Was uns dabei aufgefallen ist:

* Christian Adam („VN“) und Christoph Zöpfl („OÖN“) haben Hickes Umstellung zur Dreier-Abwehr bereits vorausgeahnt.

* Herbert Eichinger („Sportmagazin“) und Toni Huemer („Sportwoche“) lagen mit ihrer Einschätzung des Höhenfluges von Salzburgs Rohdiamanten Marc Janko goldrichtig.

* Die „Oldies“ haben bei den Journalisten kaum Platz. Ivica Vastic (LASK) kommt auf zwei, Didi Kühbauer (Mattersburg) auf eine und Mario Haas (Sturm Graz) auf null Stimmen.

* Alex Manninger, jener Torhüter mit den größten EURO-Chancen, bekam nur von Alexander Bischof von den „SN“ eine Stimme.

* Bei der Frage nach der Rückkehr von Paul Scharner ins Nationalteam gibt es nur eine hauchdünne 8:6-Mehrheit für ein „Ja“.

Ob Teamchef Josef Hickersberger wohl mit dieser Elf leben könnte? Wir haben ihm die Antwort darauf erspart. Schließlich ist es ja nur ein „Schmieranski-Team“.

Wie gut tippen Journalisten? Und sind vielleicht die Kolleginnen und Kollegen in der Kultur, im Lokalen, in der Wirtschaft oder in der Politik gar besser als die Könner und Kenner im Sport? Der Internet-Wettanbieter tipp3 will es genau wissen und lädt mit Unterstützung des „Österreichischen Journalist“ anlässlich der EURO 08 zum „tipp3 KlickTipp für Journalisten“ (siehe auch Seite 17). Teilnehmen können nur österreichische Redaktionen. Gespielt wird auf Punktebasis. Und diese gibt es für die richtige Voraussage des Endergebnisses, aber auch die Tendenz wird gewertet.

Geld gibt es nicht zu gewinnen. Dafür aber Ruhm und Ehre und eine Reise für zwei Personen in das Land des Europameisters (auch wenn Österreich gewinnt?). Die beste Redaktion wird für ihre Teamleistung mit einem Casino&Dinner-Abend belohnt. Alle notwendigen Informationen werden von tipp3 in Kürze direkt an die Redaktionen übermittelt.

Erschienen in Ausgabe 04+05/2008 in der Rubrik „Beruf“ auf Seite 86 bis 86 Autor/en: Umfrage Harald Bartl. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;