ARCHIV » 2008 » Ausgabe 12/2008+01/2009 »

Rubriken

Tribune beantragt Gläubigerschutz

Unter der Last von Milliardenschulden und wegbrechender Anzeigeneinnahmen hat der US-Medienkonzern Tribune, zu dem große Blätter wie „Los Angeles Times“ und „Chicago Tribune“ gehören, einen Insolvenzantrag gestellt. Es geht um Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts, wie der Konzern am Montag mitteilte. Das Verfahren gibt notleidenden Unternehmen die Chance, Ballast abzuwerfen und sich womöglich zu sanieren. Zu der Tribune-Gruppe gehören acht große US-Tageszeitungen und rund zwei Dutzend lokaler Fernsehsender.

Auf dem Tribune-Konzern lasten rund 13 Milliarden Dollar (zehn Mrd. Euro) Schulden. Wie die gesamte Zeitungsbranche leidet auch die Gruppe seit Jahren unter schwindenden Anzeigeneinnahmen.

Auch die „New York Times“, ein Flaggschiff der US-Zeitungsbranche, rüstet sich für mögliche Liquiditätsprobleme. Der Medienkonzern will neue Kredite von bis zu 225 Millionen Dollar aufnehmen und sie mit dem neuen Hauptquartier im Herzen Manhattans besichern. Die „Times“- Gruppe hat zwei Kreditlinien über bis zu 400 Millionen Dollar, von denen eine im kommenden Mai ausläuft. In der aktuellen Finanzkrise dürfte es schwer werden, sie zu erneuern.

Erschienen in Ausgabe 12/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 14 bis 14. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;