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Rubriken

Von Geldgeilheit und wunderhübschen Höschen

Von Martin Langeder

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Wenn eine Frau shoppen geht, hat sie später was zu erzählen: zum Beispiel über den aktuellen Renner im Erotik-Fachgeschäft. Dort hat „Kurier“-Journalistin Gabriele Kuhn ein wunderhübsches Höschen entdeckt, wie sie schreibt. Der Gag: Im Höschen steckt ein Mini-Vibrator, der sich nur mit einer Fernbedienung steuern lässt. Seit gut zwei Jahren berichtet die stellvertretende Chefin des Freizeit-Magazins in ihrem Blog über Pikantes und Kurioses aus der Sex-Welt. Ihre Inspirationsquelle? „Gelesenes, Gehörtes, Gefühltes, Gelebtes, Gedachtes, Geträumtes.“ Bis zu 1.000 Leser klicken täglich auf ihre Seite, wenn sie von ihrer Freundin Sabine erzählt, die Männer vernascht wie andere Dragee-Keksi. Oder sie eine Landkarte der Sehnsüchte mit jenen Stellen im Körper verlinkt, an denen Menschen berührt werden möchten. Oder sie erklärt, was die Finanzkrise mit Sex zu tun hat: „Geldgier ist Geldgeilheit ist monetärer Orgasmus.“ Trotz aller Freizügigkeit gibt es für die 47-Jährige Schamgrenzen, die sie ihrem Arbeitgeber zuliebe einhält: „Auch wenn es manchmal mühsam ist, kann ich mich nicht hinter einem schnittigen Pseudonym verstecken und enthemmt loslegen.“ Genügend Bemerkenswertes landet trotzdem auf ihrer Seite.

Erschienen in Ausgabe 12/2008 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 14 bis 14 Autor/en: Martin Langeder. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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