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Klagen gegen Werbung

Üblicherweise beschweren sich sensible Menschen beim „Österreichischen Werberat" über sexistische Darstellung in TV-Spots, auf Plakaten oder in Zeitungsinseraten. Rund die Hälfte aller 226 Proteste des Vorjahrs richtete sich gegen derartige Motive. Zuletzt verurteilte der Rat wegen anhaltender Beschwerden sogar eine werbende Wettbüro-Gesellschaft für eine Kampagne, bei der großformatig ein Zungenkuss gezeigt wurde. Slogan: „Live is a Game".

Total aus diesem Schema fällt jetzt eine Beschwerde gegen die Werbung einer Telefon-Gesellschaft, die unter dem Motto: „Frag doch den Inder" läuft. Im Bild jeweils ein Mann, der traditionelle indische Kleidung und auf dem Kopf einen Turban trägt. Dazu schreibt der Beschwerdeführer Joginder Sing aus Wien, dass in Indien ausschließlich Sikhs einen Turban tragen, zu ihrer Religion gehöre aber auch, dass sie weder das Kopf- noch das Barthaar schneiden dürfen. In der Werbung ist der Turbanträger jedoch glattrasiert. „Wir Sikhs erleben das als einen Affront gegen unsere Religion. Der Mann sollte einen Turban und Bart tragen oder gar nichts", heißt es in dem Protestbrief. (Wobei unter „gar nichts" wohl nicht verstanden werden sollte, dass er künftig nackt gezeigt wird sondern nur, dass zu keinem Bart auch kein Turban gehört.)

Ein anderer Inder, der in Wien lebt, fühlt sich durch die „lächerliche Werbung" beleidigt und droht mit der Abmeldung von der Telefon-Gesellschaft.

Auf anderer Ebene hat der werbende Turbanträger offenkundig jedoch gepunktet. Er wirkt ab Anfang März bei der neuen „Dancing Star"-Staffel des ORF mit – dort jedoch unter seinem Echtnamen Ramesh Nair. Anzunehmen, dass er ohne Turban kommt …

Erschienen in Ausgabe 02+03/2009 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 16. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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