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Kollegen im Knast: Weniger als vier Quadratmeter - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

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Kollegen im Knast: Weniger als vier Quadratmeter

1,2 mal 3 Meter. So groß ist die kubanische „Strafzelle", in die Fabio Prieto Llorente immer wieder eingesperrt wird, wenn er sich gegen die schlechten Haftbedingungen wehrt. Er ist einer von 34 Journalisten und Schriftstellern, die im Zuge eines eintägigen Prozesses 2003 zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt wurden. 20 Jahre für „Angriff auf die Unabhängigkeit und territoriale Integrität Kubas". Der 48-Jährige leidet an Lungenblähung, Problemen mit dem Blutdruck und chronischen Rückenschmerzen. Im Mai 2007 war er kurz im Spital, wurde aber wieder weggeschickt, ohne dass die notwendigen Tests durchgeführt worden sind. Im September desselben Jahres erhielt er schliesslich Antibiotika, die er aber wegen einer Allergie nicht nehmen kann.

Llorentes inzwischen sehr schlechter Gesundheitszustand hat auch mit den hygienischen Bedingungen im Gefängnis zu tun: Das Trinkwasser ist schmutzig und die Zellen voller Ungeziefer. Das Essen ist eintönig und schlecht, Angehörige dürfen aber keine Lebensmittel mitbringen. Seine Zelle teilt sich der politische Gefangene mit gewalttätigen Straftätern. Wärter lassen es zu oder fordern gar dazu auf, dass Gefangene ihre Mitgefangenen schlagen. Die Zelle ist so eng, dass Llorente gezwungen ist, die meiste Zeit im Bett zu liegen. Ein- bis zweimal pro Woche darf er an die Sonne, die er sonst nur durch die 3 cm breiten Streifen zwischen den Gitterstäben sieht.

Im ersten Jahr seiner Gefangenschaft erhielt seine Mutter zwei Briefe von ihm. Llorente sagt aber, er habe ihr regelmäßig geschrieben. Im Dezember 2007 wurden ihm all seine Aufzeichnungen weggenommen.

Sie können Reporter ohne Grenzen helfen, für die Freilassung von Fabio Prieto Llorente und seiner Kollegen zu kämpfen. Werden Sie Mitglied von Reporter ohne Grenzen, unterschreiben Sie die Petition auf www.rsf.org oder schlagen Sie Ihrer Chefredaktion vor, eine Patenschaft zu übernehmen.

Informationen dazu bei: Reporter ohne Grenzen Österreich, Internet: www.rog.at

Sylvia Valentin,

Reporter ohne Grenzen Schweiz

Erschienen in Ausgabe 02+03/2009 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 14 bis 15. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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