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Gut Ding braucht Weile

Die Branche hat fest mit dem 26. April als Ersterscheinungstag gerechnet. Niente. Ist das Projekt gefährdet?

Conny Bischofberger: Nein, das Projekt ist überhaupt nicht gefährdet, wir hatten uns ja auch nie auf einen fixen Ersttermin festgelegt. Im Gegenteil: Wir nehmen uns bewusst Zeit für umfangreiche Marktforschung, der Sonntag ist aufgrund der hohen Auflage schließlich unser Flaggschiff. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen – sowie die Veränderung des Sonntagsmarktes seit unserer ersten Ankündigung – haben unseren Zugang verändert. Jetzt sind wir mitten in der Konzeptionsphase – alles sehr spannend! Und natürlich hat auch die Anzeigensituation, die sich seit unserem Beschluss dramatisch verändert hat, unsere Überlegungen beeinflusst.

Gibt es schon einen Titel?

Lassen Sie sich überraschen.

Wozu eigentlich ein Farbmagazin am Sonntag?

Der „Kurier" hat am Sonntag 842.000 Leserinnen und Leser und insgesamt eine breitere Leserstruktur. Neben der aktuellen Tageszeitung wünscht sich dieses Publikum ein zusätzliches Angebot für diesen ganz speziellen Lesetag. Das wissen wir aus der Marktforschung.

Besteht da nicht die Gefahr einer Kannibalisierung mit der am Samstag erscheinenden „Freizeit"?

In einer Familie kannibalisiert man sich doch nicht! Die „Kurier Freizeit" von Michael Horowitz hat einen eher hedonistischen Zugang, im „Sonntag-Kurier" stellen wir das Leben in all seinen Facetten dar. Nur ein Beispiel: In der „Freizeit" finden Sie Reisen, von denen viele nur träumen können. Wir schreiben am Sonntag über Ziele, die jedermann übermorgen anfliegen kann. Wir haben auch eine andere, weniger opulente Bildsprache.

Wie aktuell wird das Magazin?

Redaktionsschluss wird voraussichtlich am Freitag sein. Das heißt wir sind nahezu tagesaktuell.

Das aktuelle Porträt oder das Interview der Woche – Ihr Markenzeichen – kriegen Sie noch rein?

Selbstverständlich. Auch wochenbezogene Porträts und Reportagen werden wichtig sein – und pointierte Kolumnen. Von unserem Neuzugang Dieter Chmelar können Sie einiges erwarten …

Was bedeutet das für das Hauptblatt?

Die Erfahrungen aus den letzten Wochen, seit auch die „Presse am Sonntag" erscheint, bestärken uns darin, dass unsere Leser auch am Sonntag eine topaktuelle Tageszeitung mit exklusiven Geschichten schätzen. So war unsere Ausgabe mit Georg Markus‘ Story über Kennedys heimlichen Sohn mit einer Österreicherin auch eine der best verkauften – trotz „Presse"-Start – und wurde weltweit zitiert und übernommen.

Erschienen in Ausgabe 04+05/2009 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 10 bis 10. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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