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Unser Liebling des Monats

Warum wir ihn lieben? Weil der Bundeskanzler ihn liebt, den wir ebenfalls lieben. Ostermayer wirkt wie der Testosteron-Spiegel im Frühling.

Warum wir ihm vertrauen? Jede seiner Aussagen gibt uns jene Sicherheit, die seit der Abschaffung der alten Politbüros in Osteuropa sonst nirgends mehr geboten wird. Wenn Ostermayer Fragen nicht beantwortet, ist eh alles schon entschieden, also wozu fragen. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sollte sich damit abfinden, dass auch ihn niemand mehr fragt. Die Politik selbst, nämlich Ostermayer, hat den ORF ans Herz genommen.

Was wir über ihn schreiben möchten? Ein Porträt in der „Kronen Zeitung". Hoffentlich besitzt Ostermayer einen Hund oder zumindest einen Wellensittich, wegen des Fotos. Wir verstehen ja, warum er die „Krone" als wichtig für die Medienvielfalt betrachtet.

Worüber wir mehr wissen möchten? Wie der Bundeskanzler und sein Staatssekretär es schaffen, ihre hohlen Aussagen zur Medienpolitik so zu formulieren, dass sie einander nie widersprechen.

Erschienen in Ausgabe 04+05/2009 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 8 bis 9. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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