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MC – Der Medienclub. Wie hat Frau Cejka das gemacht?

Martina Cejka, laut Eigendefinition Moderatorin, Journalistin und Schauspielerin, legte Ende Mai einen fulminanten Auftakt für ihren frisch gegründeten Medienclub hin. Die exklusive, dynamische und innovative Netzwerkplattform – die Wortkombination gemahnt an eine Eier legende Wollmilchsau – soll Medienprofis, Künstler, Werber, Branchenneulinge und medieninteressierte Personen unter dem Motto „Executives meet talents“ vereinen. „Brauch ma des?“, könnte der gelernte Österreicher fragen. „In Österreich haben es junge Leute sehr schwer, Kontakte zu Medienprofis zu knüpfen. Bestehende Plattformen sind arrivierten Fachleuten vorbehalten. Diese Lücke schließen wir“, ist die Obfrau des Vereins, die von 2001 bis 2004 Vorstandsmitglied des Wiener Journalistenclubs war, überzeugt. Zuletzt war die ausgebildete Hauptschullehrerin als Pressereferentin in der Wirtschaftskammer Wien tätig. TV-Erfahrung sammelte sie bei Okto Community TV, W 24, SW 1 und N1. Zudem moderierte sie verschiedene Lokal- und Firmenveranstaltungen und schrieb für Wirtschaftskammer-Publikationen. Die Obfrau ist vielleicht ein unbeschriebenes Blatt, aber sichtlich sehr umtriebig und gut vernetzt.

Seit Dezember 2009 klemmt sie sich „120 Stunden pro Woche“ hinter ihre Idee und hat so rund 150 Medienprofis, die sich zum Kick-off einfanden, persönlich überzeugt. „Schwierig war das nicht, nur zeitintensiv. Keiner hat gesagt, was wollen Sie mit dem Club“, sagt Cejka. Im Juli und August finden bereits erste Workshops statt. „Österreich ist ein Land mit kreativen Köpfen. Ohne Kontakte verstauben die besten Ideen oft in Schubladen. Wir wollen Talentepool und Thinktank sein. Die Medienprofis sollen wiederum von den neuen Impulsen junger Kreativer profitieren“, so Cejka.

Rechtsanwalt Gerald Ganzger ist Obmann-Stellvertreter und Gründungsmitglied des Vereins. Er hatte die Idee für den Fachbeirat, in dem gemäß dem crossmedialen Credo des Clubs Vertreter verschiedener Disziplinen vereint sind: Markus Breitenecker (SevenOneMedia Austria), Rainer Christl (FH-Wien), Helmut Hanusch (VG News), Dieter Pochlatko (Epo Film), Peter Rabl, Wolfgang Struber (Radio Arabella) und Medienpsychologe Peter Vitouch. Weitere MC-Gründer sind Burkhard W.R. Ernst, in der Wirtschaftskammer mit seiner Cult-Filmproduktion im Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie, aber auch in Gremien der Kraftfahrzeugtechniker und Fahrzeughandel (Mazda Rainer) tätig. Schriftführer ist Martin Klopf. Das Komitee des Medienclubs weist eine gewisse ÖVP-Lastigkeit auf, was laut Martina Cejka keine Absicht, sondern Zufall ist.

Bei der Medienarbeit für den Medienclub wird Martina Cejka von Stephan Scoppetta (Change Communications) als Freundschaftsdienst unterstützt. Die Agentur steht ihr mit Tipps zur Seite. Es sieht nicht so aus, als würde Wolfgang Rosam sein Betätigungsfeld erweitern. „Das Geld für eine Agentur wäre vonseiten des Vereins gar nicht da. Ich bin noch gar nicht auf die Idee gekommen, Wolfgang Rosam zu fragen, ob er zahlendes Mitglied werden möchte. Danke für die Idee“, meint Cejka zu einer etwaigen Beteiligung des prominenten PR-Manns. Astrid Kuffner

www.mcdermedienclub.at

Erschienen in Ausgabe 06+07/2010 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 8 bis 9. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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