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Beste Sprecher

Die AUA-Sprecher begleiteten eine perfekte Notlandung. Journalisten zeichneten sie dafür aus.

Augenblicke noch, dann musste die Maschine der AUA auf den Boden knallen. Noch heulen die Triebwerke, sie kämpfen um das Leben des Flugzeugs und seiner Passagiere. Ein Schlag. Jetzt sacken wir nach rechts weg, stürzen nach unten. Wieder fängt der Pilot das Flugzeug ab, bringt es in eine stabile Lage. Immer wieder brüllt die AUA-Stewardess: „Kopf auf die Knie! Kopf auf die Knie!“ Dann ein letzter Schlag, Schlittern, Stille. Das war es also. Wir heben die Köpfe. Wir leben. War doch gar nicht so schlimm. Oder? Einige sind fahl im Gesicht. Lachen trotzdem. Gut, dass das Essen erst für danach angesetzt ist. Wir sind im AUA-Trainingscenter in Schwechat und haben eben einen simulierten Absturz erlebt. Das Bordpersonal der AUA wird hier auf den schlimmsten Fall trainiert. Heute hat der Simulator nur Pressesprecher gerüttelt. Anlass war die Ehrung der Unternehmenssprecher des Jahres. AUA-Vorstand Andreas Bierwirth führt durch das Haus. Mehr als 20 Sprecher werden anschließend ausgezeichnet. Allen voran Martin Hehemann und Patricia Strampfer, beide Sprecher der AUA. Sie hatten nicht den Absturz eines Flugzeugs, sondern den der ganzen AUA begleitet und dabei eine grandiose Notlandung geschafft. Eine beachtliche Leistung, fanden auch Österreichs Journalisten.

Erschienen in Ausgabe 10+11/2010 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 28 bis 29. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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