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Pressefreiheits-Heldin: Gwen Lister

Gwen Lister ist Chefredakteurin der Tageszeitung „Namibian“, die sie 1984 als einzige unabhängige journalistische Stimme der namibischen Befreiungsbestrebungen gegründet hat. Als Gegnerin der Apartheid und der südafrikanischen Herrschaft sowie als Kämpferin für die Pressefreiheit war sie Opfer von mehreren Anschlägen auf ihre Person und die Redaktion, von Verhaftungen, Drohungen und vielem mehr. Sie wurde heuer von IPI als eine von 60 Press Freedom Heroes ausgezeichnet.

Auf welche Art wurde Ihre Arbeit schon hintertrieben, inwiefern waren Sie in Gefahr? Gwen Lister: Ich habe viel gelitten. Ich wurde festgenommen, eingesperrt, man versuchte, mich zu töten – auch vonseiten der südafrikanischen Regierung, als diese in Namibia noch das Sagen hatte. Ich habe weitergemacht, weil ich eine große Leidenschaft für den Beruf habe und dafür, Menschen die Informationen, die sie brauchen, zukommen zu lassen. Auch unter der unabhängigen Regierung Namibias muss dies weiterhin gemacht werden. Es ist das Wichtigste. Je mehr wir kämpfen, desto mehr werden wir uns verbessern.

Inwiefern hat Ihnen IPI weitergeholfen? Als ich eingesperrt war, hat man Druck auf die Regierung ausgeübt.

Sie haben sich am Rande des IPI-Kongresses kritisch über diesen geäußert … Ja, denn die vielen Diskussionen über das Zeitungssterben, die den Kongress beherrschten, sind für Afrika noch nicht relevant. Die Aussagen stimmen so für unsere Länder einfach nicht, hier lesen die Leute noch Zeitungen, das Internet ist noch nicht so verbreitet. Auch das Radio hat hier noch eine viel größere Bedeutung. Ich sehe ein, dass wir uns mit neuen Kommunikationswegen beschäftigen sollen, da sie kommen werden, aber ich glaube an das Überleben von Printmedien, auch in Europa. Die Leser wollen jemanden, der die Information für sie filtert.

Erschienen in Ausgabe 10+11/2010 in der Rubrik „Medien“ auf Seite 62 bis 62. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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