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Kabarettauftritte in der „ZIB 2“

Von Martin Langeder

Als Andreas Unterberger im Oktober 2009 seinen Chefposten bei der „Wiener Zeitung“ räumen musste, verlegte er seine Leitartikel einfach ins Netz. Seither führt der 61 Jahre alte Journalist ein „sehr persönliches wertkonservativ-wirtschaftsliberales Tagebuch zu aktuellen wie auch grundsätzlichen Fragen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft“, wie es Unterberger nennt. Er schreibt über Rot-Grün in Wien, kommentiert den kabarettistischen Auftritt von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei Lou Lorenz-Dittlbacher in der „ZIB 2“ und seziert unter dem Titel „Mut und Hirn kann man nicht kaufen“ die Budgetpolitik der Bundesregierung. „Im Blog kann ich meinen Beruf als Journalist in absoluter Freiheit ausüben“, sagt Unterberger. „Viel kantiger als in einem Großmedium, wo vor lauter Rücksicht auf Tabus oft nur noch Langeweile produziert wird. Gleichzeitig erfordert der Blog eine andere Annäherung ans Schreiben, eine relativ exhibitionistische. Dafür bekomme ich weitaus mehr Feedback als jemals in einer anderen Phase meines journalistischen Lebens.“ Die Ein-Jahres-Bilanz fällt Unterberger zufolge erfreulich aus: 670 Beiträge, 3,1 Millionen Seitenaufrufe, 80.000 Kommentare – und 500 zahlende Abonnenten. Sie beteiligen sich mit mindestens 120 Euro pro Jahr an den Kosten und helfen so mit, dass sich der Blog auch ökonomisch rentiert.

Erschienen in Ausgabe 10+11/2010 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 10 bis 11 Autor/en: Martin Langeder. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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