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Deutsch für Journalisten – fünf knifflige Fragen - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

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Rubriken

Deutsch für Journalisten – fünf knifflige Fragen

1. Wird „anfechten“ schwach oder stark gebeugt?

A er fechtet es an, er hat es angefechtet

B er ficht es an, er hat es angefochten

C beides ist zulässig

2. Heißt es …?

A das ficht mich nicht an

B das fechtet mich nicht an

C. Wie schreibt man es?

A Kieberer

B Kiberer

C beides ist richtig

5. Was ist richtig?

A Schänke

B Schenke

C beides

Die Proteste werden …

überhandnehmen

Überhand nehmen

überhand nehmen

1. Antwort B: du fichtst es an, er ficht es an; er focht es an; außerdem Imperativ: Ficht es an!

2. Antwort A: das ficht mich nicht an: dadurch lasse ich mich nicht beirren.

3. Antwort C; das „Österreichische Wörterbuch“ sieht in Kiberer die Hauptform, lässt aber Kieberer als Nebenform zu. In den Medien ist Kieberer häufiger anzutreffen als Kiberer.

4. Antwort C. Da das Wort sowohl von Ausschank als auch von ausschenken abgeleitet werden kann, ist die Schreibung freigegeben. Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen schreiben Schenke.

5. Richtig ist A; außerdem: die Proteste nehmen überhand / scheinen überhandzunehmen.

Robert Sedlaczek ist Autor des Buches „Wenn ist nicht würdelos. Rot-weiß-rote Markierungen durch das Dickicht der Sprache“ (Ueberreuter). Er schreibt wöchentlich eine Sprachkolumne in der „Wiener Zeitung“.

Erschienen in Ausgabe 12/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 12 bis 13. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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