ARCHIV » 2010 » Ausgabe 12/2010+01/2011 »

Rubriken

Medienköpfe und Karrieren

Von Astrid Kuffner

Wechsel

Matthias Schönwandt (45) übernimmt die Spitze der Verlagsgruppe News von

Oliver Voigt (44). Dem Magazingeschäft widmete sich Schönwandt seit 2002 als Geschäftsführer des Fernseh-Supplements RTV. Voigts Vertrag wird nicht verlängert, er möchte jedoch in Österreich bleiben.

Susanne Obermayer, langjährige Geschäftsführerin von Krone Multimedia, verlässt das Unternehmen. Sie war seit 1996 Chefin des Krone-Portals und davor APA-Journalistin. Ihr folgt Peter Rathmayr nach, der seit April 2008 als Assistent der Geschäftsführung tätig war. Rathmayr wird von Marketing-Chef Christoph Fritzsche und Chefredakteur Günther Griessmair unterstützt.

„Universum“-Redaktionschef Walter Köhler und der Großteil seiner Mannschaft haben beim ORF gekündigt. Sie machen sich mit einer Produktionsfirma für Dokumentationen selbstständig.

Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin Marie Theres Ehrendorff übernimmt mit 2011 die Chefredaktion der „Wirtschaftsnachrichten Donauraum“. Ehrendorff war bisher als Journalistin und Medientrainerin tätig, davor arbeitete sie als Kommunikationschefin des Justizministeriums, Chefredakteurin von „Die ganze Woche“ und im ORF.

Kid Möchel verlässt mit Ende März 2011 nach mehr als zwölf Jahren das „Wirtschaftsblatt“.

Der Red Bulletin Verlag bringt „Servus in Stadt & Land“ heraus. Für das Monatsmagazin schreiben unter anderem Miriam Wiegele, Werner Gammerith, die Autoren Alfred Komarek, Michael Köhlmeier und Tobias Micke und die Journalistin Daniela Schuster. Als Fotograf konnte Peter Rigaud gewonnen werden. Für die Chefredaktion von „Servus in Stadt & Land“ zeichnen Andreas Kornhofer und Uschi Korda verantwortlich.

Thomas Rossacher verstärkt das Bundesland-Ressort der „Kleinen Zeitung“ Graz.

Gerd Leitner ist neuer Stellvertreter des Chefredakteurs der „Woche Kärnten“. Der Wirtschaftsredakteur gehört seit vielen Jahren dem Redaktionsstab der Wochenzeitung an und folgt auf Florian Zuschlag. Neuer Sportchef ist Erich Hober.

Der Chefredaktion des ORF-TV gehören Fritz Dittlbacher und als seine Stellvertreter Wolfgang Wagner („ZiB 2“-Leiter) und Hans Bürger (Innenpolitik-Chef der „ZiB“) an. „ZiB 2“-Moderator Armin Wolf soll sich als stellvertretender Chefredakteur um Neue Medien kümmern.

Verlagsszene

Die beiden Gesundheits- und Medizinjournalisten Andreas Feiertag und Martin Rümmele haben gemeinsam den Ampuls-Verlag gegründet und geben seit Herbst 2010 das Magazin „Lebensweise“ heraus.

Nadine Antos kehrt nach der Babypause als stellvertretende Anzeigenleiterin zu „Compliment“ zurück. Annette Auer, die seit Mai 2010 erfolgreich im Verkaufsteam bei dem Magazin tätig ist, übernimmt die Führung.

Karina Wundsam ist neue Verkaufsleiterin von austria.com/plus, dem Onlinevermarkter der medienhaus.com. Wundsam studierte Unternehmensführung und E-Business-Management an der FH IMC Krems sowie Marketing und Vertrieb an der FH Wiener Neustadt. Sie war mehr als vier Jahre als Key Account Manager, zuletzt bei derstandard.at, tätig und übernimmt die Verkaufsleitung von Stephan Kreissler, der das Unternehmen verlässt.

Die Styria Multi Media strukturiert ihre Corporate-Unit neu und holt dafür Patrick Karl an Bord. Karl verantwortete zuvor Vertrieb und Marketing für TNS Telecom & Nescom Systemhaus GmbH und übernimmt die Position von Oliver Olbrich, der mit Jahresende aus der Geschäftsführung ausscheidet.

Sonstiges

Bei der außerordentlichen Hauptversammlung des OÖ. Presseclubs wurde Daniela Hainberger (40), bisher Redakteurin der Presseabteilung des Landes Oberösterreich, zur neuen Geschäftsführerin des Presseclubs bestellt. Aufgewachsen im Mostviertel ist Hainberger seit 15 Jahren in der Medienbranche tätig. Nach dem Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sammelte sie im Aktuellen Dienst des ORF Landesstudio Oberösterreich erste journalistische Erfahrungen und arbeitete dann als Moderatorin und Redakteurin beim Privatfernsehen. 2000 wechselte sie in die Presseabteilung des Amts der oberösterreichischen Landesregierung.

Der Jurist Alexander Warzilek (35), zuletzt bei der Finanzmarktaufsicht, ist Geschäftsführer des neuen Presserats. Als Assistent an den Universitäten Graz und Luzern hat er sich intensiv mit den Themen Medien und Menschenrechte befasst.

Ausgezeichnet

Die bosnische Autorin Azra Nuhefendic gewann den europäischen Journalistenpreis „Writing for CEE 2010“ für ihre Reportage „Der Zug“, in der sie ihre Erfahrungen bei einer Zugfahrt von Belgrad in die bosnische Hauptstadt Sarajevo beschreibt.

„Standard“-Redakteurin Doris Priesching wurde mit ihrem Artikel „Danke, Margaret“ Österreich-Finalistin beim EU-Preis für Gesundheitsjournalismus. Den Hauptpreis bekam ein Autorenteam aus Italien, das unseriöse Geschäfte mit Stammzellen beschrieb.

Dem Kärntner Journalisten und Schriftsteller Bertram Karl Steiner (62) wurde vom Rat der Kärntner Slowenen und dem Christlichen Kulturverband der 20. Einspieler-Preis verliehen.

Die „Senioren-Rose“ wird vom Österreichischen Seniorenrat für eine zeitgemäße Darstellung der Lebensrealitäten von Senioren vergeben, die „Senioren-Nessel“ für eine klischeehafte Darstellung. Die „Rose“ ging an Markus Stachl für zwei Filmbeiträge im ORF-„Thema“. Nominiert waren auch Elisabeth Eidenberger, Redakteurin bei den „Oberösterreichischen Nachrichten“, und Helga Lazar, Redakteurin beim ORF-„Report“. Die „Nessel“ in der Kategorie Journalismus ging an den Online-„Standard“ für einen Beitrag zur „Hackler-Regelung“. Weitere Nominierte: Ö1-Online und das Wirtschaftsmagazin „Trend“.

Die FH St. Pölten vergab den Medienpreis Golden Wire an Studierende der Studiengänge Medientechnik und Digitale Medientechnologien:

Kategorie Radio Play & Music: Gustav Mahler Remix – Florian Ofner.

Kategorie Animation: Ars Electronica 2010 Linz – Krzysztof Mikolajczyk.

Kategorie Short Film: Fast Forward – Thomas Tröger, Johanna Burgstaller, Sarah Rosenwald, Saskia Rasmussen, Tanja Högl, Alexander Kiflom, Peter Priemer.

Kategorie Sounddesign: Das Geburtstagsgeschenk – Alexandra Wieser, Johanna Oberhollenzer, Marlene Linsenbolz.

Kategorie Docu & TV Production: Pilotfolge zur Kinderanimationsserie „ODO“ – Jochen Russmann, Mirko Da Col, Alexander Wieser, Lukas Peham, Peter Kalsberger, Rita Neulinger, Michaela Russmann.

Kategorie Interactive und Publikumspreis: Ableton Live Cubesequencer – Günther Oberleitner, Jürgen Kohlhauser, Marlene Linsenbolz, Florian Pauzenberger, Lukas Steiner.

Die Österreichische Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel (ÖGKM) vergab den Journalistenpreis für hochwertige Beiträge zum Thema Knochenerkrankungen in der Kategorie Hörfunk/TV an Sylvia Unterdorfer, Redakteurin bei ORF – „Sommerzeit“. In der Kategorie Print-/Onlinejournalismus wurde Wolfgang Wagner, stellvertretender Ressortleiter Chronik bei der APA, ausgezeichnet.

Bereits zum 20. Mal vergab die Axel Springer AG Preise für zukunftsweisenden Absatz von Printprodukten. Der „goldene Vertrieb“ ging nach Österreich für Memo (Markterhebung Morawa Online) vom Morawa Pressevertrieb.

Beim Österreichischen Zeitschriftenpreis 2010 belegt Sabine Tschalyj den dritten Platz mit der Titelgeschichte „Heiraten oder doch nicht“ für „Welt der Frau“. Platz zwei geht an Doris Raßhofer vom „Bestseller“ mit „Hallo Leben!“ und den ersten Platz macht Elke Hellmich mit der Geschichte „Der Knochenbrecher“ in der &#x201E
;Pferderevue“.

Die Friedrich-Funder-Ehrenmedaille geht an Franz-Leo Popp, ehemaliger Geschäftsführer der Literar-Mechana.

Für das Feature „Mauser 7,65. Vaters Pistole“ in der Ö1-Reihe „Hörbilder“ bekommt Gestalter Ernst Weber (siehe Seite 130) den zwölften Journalistenpreis des Hilfswerks Österreich in der Kategorie Radio verliehen. Gerlinde Pölsler entschied mit „Golden Boys“, einer Reportage über gewinnorientierte Pflegeheimbetreiber im Steiermark-„Falter“ die Kategorie Print für sich. Helmut Manninger erhielt den TV-Preis für „Keine Angst vor Kindern“, eine Reportage über eine österreichische Familie mit neun Kindern in „Am Schauplatz“ (ORF). Die weiteren Ausgezeichneten: Rosa Winkler-Hermaden („Der Standard“), Teresa Schaur-Wünsch („Die Presse“), Franz Zeller (Dimensionen, Ö1), Natasa Konopitzky („Moment – Leben heute“, Ö1), Wolfgang Godai („Bürgeranwalt“, ORF-TV) und Helga Lazar („Report“, ORF-TV).

Mit den Radiopreisen der Erwachsenenbildung ausgezeichnet wurde die Ö1-Sendung „Frauen als Ware“ von Georgia Schultze in der Kategorie Information. In der Sparte Kultur wurden Ina Zwerger und Albert Hosp für die „Radiokolleg“-Musikviertelstunde auf Ö1 ausgezeichnet.

Der Eduard-Ploier-Preis für den Bereich Bildung und Wissenschaft geht an Ulrike Wüstenhagen für den Ö1-Programmschwerpunkt „Ke Nako Afrika – Afrika jetzt“. Franz Zeller entschied mit der Sendung „Digital.Leben“ die Sparte Kurzsendungen für sich und Franz Tomandl mit dem Wissenschaftsmagazin „Dimensionen“ die Sparte Sendereihe. In der Kategorie Experimentelles und Interaktives geht der Preis an die Sendung „Im Sumpf“ (FM4) von und mit Thomas Edlinger und Fritz Ostermayer sowie die Produktion „Radiokunst von Blinden und Sehenden“ der Radiofabrik – Freier Rundfunk Salzburg. Erstmals vergeben wurde der Preis für Sendungen von Kindern und Jugendlichen: In dieser Sparte wird Radio Orange mit der Sendung „Jüdische Städte – Jüdische Geschichte“ geehrt. Gestaltet wurde die Produktion von der Wiener Radiobande (Schüler der Beth-Jakov-Schule) sowie Evelyn Blumenau und Walter Kreuz von Gecko-Art.

Michael Schrott, seit 1990 Leiter der Ö1-Reihe „Diagonal – Radio für Zeitgenossen“, bekam den Preis der Stadt Wien für Publizistik zugesprochen. Schrott ist bereits seit 1969 beim Radio, unter anderem der „Ö3-Musicbox“ sowie der Ö3-Live-Diskussionsreihe „Funkverbindung“. Bis Ende 2006 war Schrott zusätzlich Sendungsverantwortlicher für die „Spielräume spezial“.

Sibylle Hamann, freie Journalistin, ist die österreichische Siegerin des Journalistenwettbewerbs im Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung in der Kategorie Print mit ihrem Artikel „Fertig mit Putzen“. Georgia C. Schultze gewinnt in der Kategorie Audiovisuell.

Die Wiener Stadtwerke stifteten mit dem Winfra einen Preis für Wiener Infrastruktur-Journalismus. In der Kategorie Online gewann derstandard.at-Redakteurin Julia Schilly mit ihrem Beitrag „Zugspielen für Fortgeschrittene“. Im Bereich Print war Georg Renner („Presse am Sonntag“) mit dem Beitrag „Die neuen Schwarzkappler“ erfolgreich, in der Kategorie TV gewann ORF-Wien-Journalist Patrick Budgen mit dem Beitrag „Unterwegs im Kanal“. In der Kategorie Hörfunk wurde kein Preisträger gekürt.

Der Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreis in der neuen Kategorie Online ging an die Redaktion von dastandard.at. In der TV-Kategorie überzeugten die ORF-„Report“-Journalisten Ernst Johann Schwarz und Münire Inam mit ihrem Beitrag „Österreich ohne Ausländer“. Der „Falter“-Journalist Stefan Apfl gewann in der Kategorie Print mit zwei Reportagen. Den Hauptpreis in der Kategorie Hörfunk holte sich Ö1-Redakteurin Isabelle Engels mit einem Feature im Rahmen der Ö1-„Hörbilder“.

Der heurige New Media Journalism Award geht an die Redaktion der Online-Ausgabe der Biber Verlagsgesellschaft „Das Biber“.

Erschienen in Ausgabe 12/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 20 bis 20 Autor/en: Astrid Kuffner. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;