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Mein Grab ist schon reserviert

5 Einige Neugierige haben bereits vorgesorgt und sich das ewige Leben gesichert, zumindest im Internet. Sie haben sich ein virtuelles Grab gekauft, der Friedhof ist im Netz zu finden. Möglich macht diesen Traum von der Unvergänglichkeit Helmut Markwort, 74, der Gründer und langjährige Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins „Focus“. Im Herbst 2010 hat der Journalist gemeinsam mit fünf Partnern den Erste-Klasse-Friedhof im Internet mitgegründet. „Stayalive – bleibe lebendig“ heißt das Projekt. Wer sich im Internet bestatten lassen will, kann sich eine „Gedenkstätte“ aussuchen, quasi einen virtuellen Grabstein, der wie ein Wasserfall, eine Statue, ein Berg, ein Blumengesteck oder sonst wie aussehen kann. Er kann auf seiner „Stayalive“-Seite Fotos von sich oder der Familie oder Freunden platzieren, seinen Lebenslauf, seine Vorfahren, wichtige Dokumente, seine Lieblingsmusik und sogar lieb gewordene Kochrezepte speichern lassen. Auch ein zu Lebenszeiten selbst verfasster Nachruf kann in Bild und Ton aufgenommen werden. Alle diese Angaben kann man für alle oder nur für einen bestimmten Personenkreis zugänglich machen.

Das ewige Leben im Internet kostet 499 Euro, wer nur ein Jahr im Netz besucht werden will, braucht nur 19,90 Euro zu zahlen.

Erschienen in Ausgabe 12/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 18 bis 18. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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