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Die Fehlersucher und -finder

www.kobuk.at

Seit 2004 schaut der „Bild“-Blog genauer hin, was in den deutschen Zeitungen steht, Recherchepannen in der heimischen Print- und TV-Szene blieben bislang oft unentdeckt. Das änderte sich im Frühjahr 2010, als Helge Fahrnberger, Bloggerurgestein und Dozent am Wiener Publizistikinstitut, mit Studierenden einen Watchblog für Österreich initiierte. Er taufte ihn auf den Namen „Kobuk!“ – in Anlehnung an den legendären Eskimodichter, mit dem Kabarettist Helmut Qualtinger 1951 die Wiener Journaille foppte. „Wir dokumentieren Fehler und Manipulationen der Medienwelt“, sagt Fahrnberger. „Wir wollen uns selbst und unseren Lesern vor Augen führen, wie kritisch wir Medien konsumieren sollten.“ Seine Mitstreiter und er dokumentieren zum Beispiel die verfrühten Rücktrittsmeldungen von Mubarak, dröseln Fehler in einer „Heute“-Titelgeschichte über gewalttätige Kinder auf und beschreiben, wie die „Kronen Zeitung“ mit einem angeblichen Urteil gegen einen jodelnden Pensionisten ihre Leser vorsätzlich aufzuhetzen versuchte. Das Echo übertrifft Fahrnberger zufolge die Erwartungen bei Weitem: Im Schnitt findet jeder der wöchentlich fünf Artikel bis zu 1.000 Leser, die sich mit Hinweisen am Blog beteiligen. Außerdem hat der Medienrat seine einzige Verurteilung bislang aufgrund eines „Kobuk!“-Artikels getroffen. Die Arbeit wird den „Kobuk!“-Machern nicht ausgehen. „Denn“, sagt Fahrnberger, „man findet immer was.“

Martin Langeder

Erschienen in Ausgabe 02+03/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 12 bis 13. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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