ARCHIV » 2011 » Ausgabe 04+05/2011 »

Rubriken

Gipfel-Treffen

Das Who-is-who der Medienszene traf sich bei der Feier für die Journalisten des Jahres im Studio 44 der Casinos Austria.

Alljährlich wählt eine Jury bestehend aus den wichtigsten Chefredakteuren Österreichs die Journalisten des Jahres. Alljährlich zeichnet der „Journalist“ die Besten bei einem Fest aus. Gastgeber waren dieses Jahr die Casinos Austria in ihrem Studio 44 im 3. Wiener Gemeindebezirk. Hausherr Karl Stoss schlug in seiner Begrüßungsrede eine Bresche für Qualitätsjournalismus: „Wie wichtig guter Journalismus ist, haben uns auch die politischen Umbrüche in Nordafrika gezeigt. Hätten die Menschen dort nicht via Medien eine breite Öffentlichkeit erreicht, wer weiß, ob sie überhaupt so weit gekommen wären.“ Bei der Feier traf sich das Who-is-who der österreichischen Medienszene. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zeichnete den stellvertretenden Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“ Andreas Koller als Journalisten des Jahres aus. Koller sei „mitunter hart in der Kritik, aber niemals persönlich oder gar untergriffig“, die Jury hätte also „ausgezeichnet entschieden“. Und sie wünsche „dem österreichischen Journalismus viele Kollers“. Der Ausgezeichnete selbst, dem um Mitternacht alle zum 50. Geburtstag gratulierten, kritisierte in seiner Dankesrede die Kürzung der österreichischen Presseförderung bei gleichzeitiger Vergabe von regierungsnahen Inseraten an „unkritische Boulevardblätter“ (siehe auch Seite 94). Es reiße in Österreich ein „Hofnarrenjournalismus“ ein, bei dem Sex in der U-Bahn wichtiger sei als die Kürzung der Familienbeihilfe.

Erschienen in Ausgabe 04-05/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 32 bis 35. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;