ARCHIV » 2011 » Ausgabe 04+05/2011 »

Rubriken

Liebling des Monats: Hans-Peter Martin

Warum wir ihm vertrauen

Wenn ein von der SPÖ in das Europaparlament entsandter und hernach zum politischen Einzelkämpfer gewordener Idealist in der „Kronen Zeitung“ viele Jahre hindurch die Europäische Union als Sumpf und Herd allen Übels anprangert, muss man ihm vertrauen. Europa braucht Saubermänner wie Hans-Peter Martin, die immer wieder von sich ablenken und auf alle anderen zeigen. „Während vergleichbaren Abgeordneten eine zusätzliche Arbeitskraft zusteht, wird sie mir mit schikanösen Argumenten verweigert“, klagte er schon 2006. Er ist ein Saubermann, wie er in der „Krone“ steht.

Was wir über ihn schreiben möchten

Dass die überstürzte Flucht vieler seiner Mitarbeiter aus der Martin-Partei genau das beweist, was er immer schon sagt: Schuld sind die anderen, und schlechte Menschen sind sie auch.

Worüber wir noch mehr wissen möchten

Wir glauben sofort, dass er eine Geldsumme, die in bösartigen Zeitungskommentaren zwischen 1 und 3 Millionen Euro schwankt, für den Aufbau einer staatenübergreifenden Kandidatur unabhängiger Gruppen für das Europaparlament aufgewendet hat. Warum aber bleibt er mit so viel Geldeinsatz sogar als österreichischer Europaabgeordneter allein? Politische Einsamkeit muss ja die öffentlichen Mittel geradezu auffressen, die ihm für die „zwei Aktivitätsstränge“ seiner parlamentarischen Tätigkeit in Brüssel und in der politischen Partei „Liste Martin“ zugeflossen sind. Ist wirklich traurig.

Warum wir ihn lieben

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe „schwerer Betrug“, „Untreue“ und „Förderungsmissbrauch“ sind im System Martin denkunmöglich. Wie sagte er so schön? „Ich bleibe das Original.“ Da klappt jeder Richter das Strafgesetzbuch zu.

Erschienen in Ausgabe 04-05/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 11 bis 11. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;