Warning: Use of undefined constant cms_navigation_js - assumed 'cms_navigation_js' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /var/www/journalist.at/www/htdocs/wp-content/plugins/cms-navigation/CMS-Navigation.php on line 361
Presse hochkant und Theaterkritik von vielen - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

ARCHIV » 2011 » Ausgabe 04+05/2011 »

Rubriken

Presse hochkant und Theaterkritik von vielen

Von Theresa Steininger

Zum Jubiläum war alles andersherum als sonst: Für die Zwei-Jahres-Ausgabe der „Presse am Sonntag“ durfte Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann Chefredakteur sein, er machte seinerseits das Publikum zu Kritikern. In der auf Hartmanns Idee hin hochkant gedruckten Zeitung fand sich eine Rezension, die im Kollektiv von interessierten Zuschauern und Regie-Team geschrieben worden war. Hartmann lud nach der Uraufführung von „Das blinde Geschehen“ bereits am Vormittag zur Diskussion, zwar meinte er zuerst launig: „Alle, die kritisieren wollen, sollen jetzt rausgehen. Alle, die loben wollen, sollen dableiben“, dann jedoch stand man den rund 30 Interessierten Rede und Antwort und forderte sie zu Äußerungen zu Bühnenbild und Schauspielerleistung auf. Aus den Kommentaren formte Presse-Redakteur Oliver Pink den Artikel „Heitere Ratlosigkeit“ über „ein Sprücheklopferstück, mit dem man sich nur schwer anfreunden kann. Ein Stück allerdings, das gerettet wird.“ Von „ein wenig ermüdend“ bis „toller Theaterabend“ wurden viele Meinungen untergebracht. Im Anschluss beantwortete Hartmann Fragen der Zuschauer. „Die Veranstaltung war schwierig, weil doch sehr früh für einen Premierenfeierkater …, aber sehr interessant“, so Dramaturg Bachmann. „Bei der nächsten Premiere schlafen wir erst einmal wieder aus.“

Die Sonderausgabe der „Presse am Sonntag“ wurde nicht nur hochkant gedruckt, sie verzichtete auf Betreiben Hartmanns auch auf klassische Ressorts, in den Artikeln wurde beispielsweise auf Politik als Bühne, die Unkultur der Lugners und auf Österreichs Wunschregierung eingegangen, es gab Gespräche von Schauspieler Martin Wuttke mit HC Strache und Burg-Star Joachim Meyerhoff mit Kardinal Christoph Schönborn. Und auch wenn Hartmann eigentlich auf Katastrophenberichte verzichten wollte, wurde eine Sonderbeilage zur Lage in Japan – zwei Tage nach dem Tsunami – beigelegt.

Erschienen in Ausgabe 04-05/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 14 bis 14 Autor/en: Theresa Steininger. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;