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Eigentore in Pjöngjang? - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

ARCHIV » 2011 » Ausgabe 06+07/2011 »

Praxis

Eigentore in Pjöngjang?

Pjöngjang. Nordkorea ist das isolierteste Land der Welt. Die wenigen Ausländer, die seine „Demokratische Volksrepublik Korea“ bereisen, müssen damit rechnen, für seine Propaganda missbraucht zu werden. So auch die Delegation vom Deutschen Fußballbund (DFB) und Bundestag, die im April nach Pjöngjang reiste, um Nordkoreas Fußballfrauen zur Weltmeisterschaft in Deutschland im Juni willkommen zu heißen; zuvor hatten sie andere Gastländer besucht. Auf Schritt und Tritt wurden sie von nordkoreanischen Kamerateams begleitet, die sie mit lokalen Honoratioren und an Stätten des Staatskults ablichteten, etwa am Mausoleum Kim Il-sungs.

„Vereinnahmung kann man nicht ausschließen“, sagte DFB-Chef Theo Zwanziger. „Aber das müssen wir in Kauf nehmen, wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben wollen, dass der Fußball in diesem Land Türen öffnen kann.“ Bei einer Besuchsstation, Pjöngjangs U-Bahn, in der alte Berliner Züge fahren, konnten die Deutschen einen Blick auf die Berichterstattung erhaschen. Dort hing die Parteizeitung „Rodong Sinmun“, darin: die Delegation bei ihrer Ankunft am Kim-Il-sung-Flughafen. Der begleitende Artikel schilderte nur die Fakten. Was sonst mit dem Material geschieht, weiß auch die deutsche Botschaft nicht. „Viele nordkoreanische Publikationen und Fernsehsendungen sind für Ausländer tabu“, sagt ein Diplomat. „Wir werden nie erfahren, was die alles mit unseren Bildern anstellen.“

www.dfb.de

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Praxis“ auf Seite 143 bis 143. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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