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Gipfeltreffen der Zeitungsmacher - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

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Gipfeltreffen der Zeitungsmacher

12. European Newspaper Congress. Auf „Journalist“- Einladung kamen Europas beste Medienmacher zum Zeitungskongress nach Wien.

Rund 500 Chefredakteure und Medienmacher kamen Anfang Mai zum European Newspaper Congress. Veranstalter waren der Medienfachverlag Oberauer, in dem der „Journalist“ erscheint, Mediendesigner Norbert Küpper und die Stadt Wien. Japan Tobacco International hatte extra Journalisten aus Osteuropa nach Wien geholt. Nach einem Heurigenabend startete der Kongress mit dem Publishers Forum und dem Thema „iPad & Co: Die Chancen und die Risiken für Print“. „Nur eine Revolution der Verhältnisse in der Welt der Medienmacher kann den unerlässlichen Übergang von der traditionellen Print-Gesellschaft zu der im Moment durch Internet und iPad dominierten Informationsgesellschaft ermöglichen“, forderte Carlo Campos (Media Consulting Group, London) dabei.

Im Anschluss daran stellte unter anderem Francisco Amaral ausgezeichnete Zeitungsmacher und ihre Konzepte für die Zukunft von Print vor und analysierte deren Erfolgsfaktoren: „Diese Zeitungen wissen exakt, für wen sie schreiben, sie bieten ihren Lesern klare Werte und sie verbrüdern sich mit ihnen“, sagte Amaral. „Aber diese Zeitungen gehen auch anders an Themen heran, sie organisieren ihren Redaktionsablauf anders und sie fördern und fordern ihre Journalisten anders.“

Im Editors Forum am dritten Tag fragten führende Journalisten: „Ist Wikileaks der Totengräber des Journalismus?“ Annette Milz, Chefredakteurin der deutschen Journalistenzeitschrift „medium magazin“, war sich in einem Punkt sicher: Die Journalisten können nicht so tun, als sei seit der ersten Wikileaks-Veröffentlichung vertraulicher Dokumente nichts passiert. Natürlich sei diese Aufdeckermethode kein Journalismus, denn dieser bereite auf, verifiziere, ordne. Es habe aber einen Beginn neuer Offenheit gegeben, auf den die Medien reagieren müssten.

Der Leiter Außenpolitik der „Süddeutschen Zeitung“ Stefan Kornelius und „Profil“-Außenpolitiker Martin Staudinger betrachten Wikileaks sehr kritisch. Das fehlende journalistische Ethos sei das Hauptproblem, sagt Kornelius. Man könne die neuartigen Quellen bejubeln, doch mache die Flut an nicht aufbereiteter Information auch Angst. Es stelle sich plötzlich eine Systemfrage. „In dem Zwiespalt arbeiten wir.“

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 32 bis 33. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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