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Journalisten schlossen Ausbildung ab

Das Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) hat die Absolventen des 19. österreichischen Journalisten-Kollegs im Marmorsaal von Schloss Mirabell gefeiert. Die ausgebildeten Journalisten haben in zwölf Wochen eine umfassende Grundausbildung absolviert, die Handwerk, Wissen und Verantwortung im Journalismus in den Vordergrund stellt. „Wir Journalisten haben viel Macht, aber tragen wenig Verantwortung. Das ist eine Fehlleistung, die einen Arzt vor den Strafrichter bringt, dem Journalisten aber höchstens eine Gegendarstellung“, sagte Festredner Andreas Koller, stellvertretender Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“ und KfJ-Vorstandsmitglied.

Das Journalisten-Kolleg ist die berufsbegleitende Praxisausbildung der Medien-Sozialpartner für Journalisten in Österreich. Die Absolventen haben sich zwölf Wochen lang, organisiert in vier Modulen seit September, mit dem journalistischen Handwerk beschäftigt. Sie haben alle Darstellungsformen trainiert. Sie haben die Grundzüge des visuellen Journalismus, von Wirtschaft, Politik und Medienrecht erfahren. Sie haben sich mit ihrer Verantwortung und Macht auseinandergesetzt. „Journalistinnen und Journalisten haben immer noch und verstärkt eine grundlegende Aufgabe für die Gesellschaft und für die Demokratie“, sagte Elisabeth Wasserbauer, Geschäftsführerin des KfJ, „nur wenn sie sich dessen bewusst sind, macht ihr Handwerk Sinn.“ Die Absolventen haben ihre journalistische Arbeit perfektioniert und ein Zertifikat der Medien-Sozialpartner erhalten.

Am Ende des Journalisten-Kollegs haben die Teilnehmer ein crossmediales Abschlussprojekt produziert. Die „Generation Netzwerk“, wie sie sich selbst nennen, schreibt darüber, in welchen Netzwerken man sich im Laufe seines Lebens befindet und wie man sie sich zunutze machen kann. Das Ergebnis heißt „Neun10“ und liegt dem „Journalisten“ bei, online finden Sie es auf www.kfj.at/Kolleg2011.

Ebenfalls beigelegt: Das Österreichische Journalisten-Kolleg startet diesen Herbst in neuer Form: Vier Module zu je zwei Wochen finden in Salzburg und Wien statt, dazwischen kommt E-Learning zum Einsatz. Ein einwöchiges crossmediales Abschlussprojekt bildet wieder den Abschluss.

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 10 bis 10. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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