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ARCHIV » 2011 » Ausgabe 06+07/2011 »

Special

Magazine

„Wien live“

Verbreitungsgebiet: Wien und Umgebung

AUFLAGE: 70.000

Erscheinungsweise: zehnmal jährlich

Ersterscheinung: 2002

Titelseite: 5 Punkte

Kommt wie ein teures Hochglanzmagazin daher. Wenn wir es nicht anders wüssten, müssten wir daran zweifeln, dass diese Zeitschrift gratis ist. Tolles Bild von Janet Jackson auf der Seite 1. Aus welchem Jahr ist diese Aufnahme? Selbst die Spielerei mit dem Red Ribbon zerstört das Cover nicht, macht es gar spannender. Viele Schriften immer noch sehr mager und damit schwer lesbar. Themenmischung in Ordnung, aber auch nicht gerade aufregend.

Inhalt: 5 Punkte

30 Seiten Extra zum Life Ball. Interessante journalistische Ansätze, manche an der Grenze zum Künstlerischen, vor allem die optische Umsetzung des Themas. Texte oft nur sehr kurz, Schriften klein und negativ, damit schwer zu lesen. Ein Genuss das Interview mit Christine Nöstlinger oder ein anderes mit Wim Wenders. Es gibt viele solche Stellen, die zum Verweilen einladen, zum Schauen, auch Lesen und Staunen. Sehr, sehr schön. Tatsächlich gratis?

Layout: 4 Punkte

Wunderbare Optik, ein Genuss durch und durch. Leider ordnet sich das Layout oft der Lesbarkeit unter. Kleine Schriften, negativ, in Bilder einkopiert. Schön anzusehen. Schlecht oder gar nicht zu lesen. Grundschriften fast überall zu klein, bei Kolumnen praktisch überhaupt nicht mehr lesbar. Das kann nicht sein! Bildredaktion ein Vorbild, das unerreicht ist.

Platz 1

14 Punkte

„biber mit scharf“

Verbreitungsgebiet: Wien

AUFLAGE: 65.000

Erscheinungsweise: monatlich

Ersterscheinung: 2007

Titelseite: 4 Punkte

„Biber mit scharf“ – das kommt witzig daher, und anspruchsvoll (und hat uns bereits im Vorjahr gefallen). Witzig, anspruchsvoll und gratis – ein natürlicher Widerspruch, den „Biber“ elegant auflöst. Etwas viel Farbe auf der Titelseite, und dann auch noch Schlammfarben. Gute Fotos auf der Einser. Schriften für Themenanrisse schwer lesbar. Gewöhnungsbedürftig. Doch was soll’s, „Biber“ punktet mit Inhalten. Und die findet man sowieso erst nach dem ersten Umblättern.

Inhalt: 5 Punkte

Das Themenangebot – ein nicht enden wollendes Feuerwerk, ein 20-gängiges Menü, ein … Hier fließt richtig dick Geld in die Redaktion, das sieht man, und das Ziel ist scheinbar nicht, noch mehr Geld zurückzubekommen. „Biber“ versucht Migranten anzusprechen und Österreicher, die sich für Ausländer interessieren. Also ein politisches Ziel. Politische Öffentlichkeitsarbeit? Ja. Warum nicht. Also ein Vorbild auch für andere Projekte gesellschaftlicher Bildungsarbeit? Auch!

Layout: 5 Punkte

Schön, schön, schön. Schön aufgeräumt, schön das Verhältnis von Text und Bild, schön die Schriften. Weniger schön die vielen Farbkästen, einzelne Schriftbreiten, schiefe Schriften. Hier arbeiten auch in der Grafik Profis. Schön, schön, schön.

Platz 1

14 Punkte

„6020“

Verbreitungsgebiet: Innsbruck, 4 mal im Jahr der „TT“ beigelegt, dann also ganz Tirol

AUFLAGE: 50.000

Erscheinungsweise: monatlich

Ersterscheinung: 2001

Titelseite: 4 Punkte

„6020“, die Postleitzahl von Innsbruck als Titel. Interessanter Ansatz. Interrail auf der Einser. Na ja. Was hat das mit Innsbruck zu tun? Eigentlich nichts, auΩ••ßer dass „6020“ diese Form des Reisens getestet hat – und dabei nicht wirklich Spannendes herausgefunden hat. Auch kein Servicekasten mit Tipps und Tricks. Halt, wir sind schon beim Inhalt. Die Einser ist austauschbar und könnte in jeder Stadt erscheinen. Sollte sogar. „6020“ ist eine Zeitschrift für junge Leute. Super gemacht! Titelseite ist okay.

Inhalt: 5 Punkte

Voll geil. Hey Alter, für uns, gratis, super, voll geil. Sorry! Das ist nicht die Sprache von „6020“, auch wenn das Zielpublikum mit diesem Slang umzugehen weiß. „6020“ bietet eine tolle Mischung für Junge. Ohne Anbiederung, auch nicht bei der Sprache. „6020“ nimmt die jungen Leser ernst. Super Konzept. Super Idee. Super übertragbar. Unser Tipp für Verleger in 4020, 5020, 8020: sofort ansehen. Voll viel Anzeigen! Geschäft, echt. Geil!

Layout: 3 Punkte

Jugendlich. Rennbahnmäßig. Viel zu kleine Schriften. Warum meinen Layouter eigentlich immer, dass sich die Jungen beim Lesen leichter tun? Was die jungen Augen schaffen, bleibt beim jungen Hirn oft hängen. Stichwort Leseschwäche. Ansonsten sehr aufgeräumt. Supplement „6020 Market“ hervorragend gelöst (leider auch hier viel zu kleine Grundschrift; hey Freunde, das ist Lesermissachtung!). Super die Geschichte „30 Dinge, die wir an Facebook hassen“. Bitte weniger Farbraster!

Platz 3

12 Punkte

„Weekend Magazin“

Verbreitungsgebiet: Österreich

AUFLAGE: 1.100.000

Erscheinungsweise: 14-täglich

Ersterscheinung: 2007

Titelseite: 5 Punkte

Schöne Seite 1. Da denkt jemand mit. Hier wollen sich Themen verkaufen, die Menschen zum Lesen einladen. Die Hochzeit des Jahres – da setzt sich auch das „Weekend Magazin“ zwei Wochen vor der Trauung drauf und dreht das Thema ausreichend geschickt weiter. Langweilig das Foto der beiden, andererseits: Ein Brautpaar ist nie langweilig! Und Kates Hand auf des Prinzens Unterarm, nicht umwerfend zärtlich, aber süß, oder? Gute Eigenwerbung: „1 Million Weekend-Leser“. Macht wichtig!

Inhalt: 3 Punkte

Diese Zeitung ist deutlich besser geworden – im ersten Heftdrittel. Die Themen sind g’scheit, zum Beispiel wie sich Menschen im Internet über Krankheiten informieren – und dabei mitunter zu Cybercondern verkommen. Ein Interview mit Peter Filzmaier „Es stinkt in der Gegend“. Als Cover das „Million Dollar Jawort!“ – was Promihochzeiten kosten, was sie uns bringen. Mit guter Redaktion ist danach aber Schluss. Der Rest des Heftes, immerhin rund 70 Seiten: Anzeigen mit Schöntext rum.

Layout: 4 Punkte

An manchen Stellen verspielt, aber weitgehend lesefreundlich. Optisch nun schon seit Jahren scheinbar unverändert, wirkt aber trotzdem noch modern. Schöne Rubrikeneinstiege. Die Seiten mit „guter“ Redaktion sind auch wohltuend ruhig optisch umgesetzt. Das Filzmaier-Interview zum Beispiel. Wirkt sehr seriös. Schade der Farbbalken quer durch die Seite mit einem Spruch. Unnötige Unterbrechung. Verwirrt.

Platz 3

12 Punkte

„vormagazin“

Verbreitungsgebiet: in Zügen der VOR

AUFLAGE: 60.000

Erscheinungsweise: monatlich

Ersterscheinung: 1986

Titelseite: 1 Punkt

Titel verheimlicht mehr, als er erklärt. Was sagt uns diese Seite? Hier gibt es ein spannendes Thema! Lies mich! Verwirrend der Titeltext: „Liedgesang visualisiert Gustav Mahler Festival“. Wie aufregend! Die drei Anrisse im Kopf sind viel zu klein. Warum stehen all diese Themen gerade hier? Steckt da eine Idee dahinter?

Inhalt: 3 Punkte

Aus jedem Dorf ein Hund und von allem doch nichts. Stimmt nicht ganz. Zwei, drei Geschichten tragen. Viele Kolumnen von Promischreibern. Gut, aber nicht neu die Idee mit dem Bildinterview. Anstatt Wortspenden gibt es Bildstrecken, in denen die Befragten „antworten“.

Layout: 3 Punkte

Keine erkennbar durchgängige Linie. Das dafür aber ganz schön.

Platz 5

7 Punkte

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Special“ auf Seite 90 bis 93. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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