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Medienköpfe und Karrieren

Von Astrid Kuffner

Wechsel

Heidi Lackner (41) übernimmt die Sendungsverantwortung für das Reportage-Format „Am Schauplatz“. Sie begann 1989 eine Lehrredaktion bei den „Kammernachrichten“ in Oberösterreich. Von 1991 bis 1997 arbeitete sie als Innenpolitik-Korrespondentin der „OÖN“ in Wien und studierte nebenbei Philosophie und Politikwissenschaft. Es folgten je ein Jahr als Politik-Redakteurin bei der Wiener Stadtzeitung „Falter“ und beim „Format“. 2000 wurde sie Redakteurin der ORF-Reportage-Leiste „Am Schauplatz“, seit 2007 war sie Chefin vom Dienst der Sendung und seit 2008 stellvertretende Sendungsverantwortliche. Ricarda Reinisch (56) wurde zur Sendungsverantwortlichen für „Bewusst gesund – Das Magazin“ bestellt.

Bei den „Pinzgauer Nachrichten“ ist Gudrun Dürnberger als Redakteursaspirantin eingestiegen.

Ab Herbst soll Ö3-Wecker-Moderator Robert Kratky eine eigene Talksendung auf ORF eins bekommen.

Die „Presse“ hat zwei neue stellvertretende Chefredakteure: Florian Asamer und Franz Schellhorn (siehe Seite 8) wurden mit deutlicher Mehrheit von der Belegschaft abgesegnet.

Bei der „Kärntner Woche“ ist Thomas Künster in die Villach-Redaktion eingestiegen, Markus Zametter verstärkt die Gailtal-Redaktion und Harald Hirschl ist neu im Team der Redaktion St. Veit.

Joe Daxbacher ist die neue Stimme auf Life Radio am Wochenende. Der 30-jährige Amstettner war zuvor als Moderator bei einem Privatradio in Wien und Niederösterreich tätig.

Susanne Hametner ist neue Redakteurin beim Oberösterreichischen Privatsender. Die Wahl-Linzerin sammelte bereits nach ihrem Studium an der FH Kufstein redaktionelle Erfahrungen.

Der Industriemagazin-Verlag launcht „IM Money“ mit Information für Finanzentscheider unter Chefredakteur Rudolf Loidl.

Geschäftsführer und Chefredakteur der neuen „Tips“-Ausgabe für Wieselburg ist Josef Gruber.

ATV-Moderator Andi Moravec muss im Hauptabendformat „Andi extrem“ Mutproben bewältigen und Blessuren einstecken.

Matthias Schönwandt, der erst im Februar Geschäftsführer wurde, verlässt die Verlagsgruppe News. Johannes Werle, für Finanzen zuständiger Vize, übernimmt interimistisch (siehe Seite 36). Begründet wird die einvernehmliche Trennung mit einem Verstoß gegen das Regelwerk von Gruner + Jahr.

Das Vorarlberger Medienhaus bringt das Lifestyle-Magazin „Die Vorarlbergerin“ heraus. Verkaufsleiter ist Hans Hrastnik, Chefredakteurin Andrea Bonetti-Mair.

Das „Cafe Sonntag“ auf Ö1 wird alternierend von Mercedes Echerer und Oliver Baier moderiert und bespielt.

FM4-Moderatorin und -Redakteurin Mari Lang moderiert zusätzlich die ORF-TV-Sendung „Contra – der Talk“.

Doris Lippitsch ist Chefredakteurin von „Quer, Seiten für Architektur und Urbanes“ aus dem Echo Medienhaus. Davor war sie Chefredakteurin von „City“ aus dem Bohmann Verlag.

Paul Jezek folgt Priska Koiner als Chefredakteur des Baumagazins „Solid“ im Industriemagazin Verlag nach. Koiner stellt sich einer neuen Herausforderung im Wirtschaftsverlag, wo sie die „Bauzeitung“ und das Maler-Branchenmagazin „Color“ leitet.

Ani Gülgün-Mayr, derzeit freie Mitarbeiterin von „Heimat, fremde Heimat“, wird das werktägliche Kulturmagazin im geplanten Spartenkanal ORF 3 präsentieren (siehe Seite 76).

Nachrichten von „Wien heute“ werden auf dem Communitysender Okto einmal pro Woche zu „Wien heute – Haber Magazin“. Eser Akbaba, Wettermoderatorin bei „Wien heute“, präsentiert eine Art „Best of“ auf Türkisch („Haber“ bedeutet „Nachricht“) mit deutschen Untertiteln, die Beiträge werden türkisch untertitelt (siehe Seite 76).

Bei der „Tiroler Tageszeitung“ kehrt die frühere Redakteurin Anita Heubacher (siehe Seite 146) nach Jobs als „Life Radio“-Geschäftsführerin und Leiterin der Kommunikationsagenden der „Tirol Werbung“ zur Zeitung zurück. Gemeinsam mit Chefreporter Peter Nindler verantwortet sie das Landespolitik-Ressort. Miriam Sulaiman ist die Schnittstelle von Print und Online.

Der 38-jährige Johannes Huber ist stellvertretender Chefredakteur der „Vorarlberger Nachrichten“. Er leitet die Wiener Redaktion der „VN“, für die er seit dem Jahr 2000 arbeitet. Hans Günter Pellert (50) wird nach einigen Jahren Unterbrechung erneut den Lokalteil übernehmen. Zuletzt war er Leiter der Bezirksredaktion Bludenz. Die beiden langjährigen „VN“-Journalisten übernehmen die Funktionen von Gerold Riedmann (34), der Geschäftsführer der medienhaus.com GmbH ist. Er verantwortet damit den gesamten Onlinebereich des Vorarlberger Medienhauses (VMH).

Puls4 entwickelt mit „4 für Sie“ eine Talksendung speziell für Frauen. Die Livesendung moderieren abwechselnd Adriana Zartl, Gabi Fischer, Eva Maria Marold, Elfi Gerdenits, Monika Kochau, Eva Denk, Constanze Hill und eine Spezialistin zu Themen wie Haushalt, Küche, Garten und gesunde Ernährung.

Florian Gasser wechselt vom „Datum“ ins Wiener Büro der „Zeit“. Der 30-Jährige war bereits früher als freier Journalist für „Die Zeit“ tätig und 2008 Hospitant im politischen Ressort in Hamburg. Gasser folgt Stefan Schlögl nach.

Leila Mahdavian verstärkt das Moderatorinnen-Team von Radio Wien. Die in Teheran geborene Wienerin brach ihr Publizistikstudium ab, um beim Radio zu arbeiten. Zehn Jahre moderierte sie danach für die Privatradios Antenne Wien und Radio Arabella.

Peter Stuiber leitet das neu geschaffene Design-Ressort in „The Gap, Magazin für Glamour und Diskurs“, Print und Online. Der Wiener Publizist arbeitete von 2000 bis 2005 bei der „Presse“ und ist seit 2005 Pressesprecher des Wien Museums. Diese Funktion wird er weiterhin ausüben.

Thomas Wolkinger, Redakteur des Steiermark-„Falters“, unterrichtet an der FH Graz, bleibt dem Verlag aber als Autor erhalten. Die Leitung des Heftteils hat Gerlinde Pölsler übernommen.

Bundeskanzler Werner Faymann hat den Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Medien, Alfred Grinschgl, für fünf weitere Jahre bestellt. Grinschgl füllt diese Position bereits seit 2001 aus.

Verlagsszene

Florian Skala, seit 2003 an Bord, ist Prokurist und Verkaufsleiter beim TV-Vermarkter IP Österreich (Werbefenster RTL, RTL II, Super RTL, Vox, Austria 9 sowie Online-Mediatheken). Er begann als Assistent in der Research-Abteilung, die er seit 2004 leitet. 2006 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung.

Peter Olschinsky, Verena Weiss und Gerhard Weiß machen das Magazin „nevertheless“.

Stefan Unger hat sein Kreativstyle-Magazin „Frucht“ herausgebracht.

Helmut Bracun, bisher in der Geschäftsführung der kroatischen Tageszeitung „Vecernji list“, übernimmt die Verantwortung für sämtliche Kleinanzeigen-Portale der Styria Media Group. Christian Buchsteiner, bis dato Leiter des Bereichs Business Development, kümmert sich um „Digital Ventures“.

Martin Trzebin, zuletzt Verlagsleiter für die Gratistageszeitung „Heute“, übernimmt die Geschäftsführung des Online-Vermarkters Goldbach Audience.

sonstiges

In der Oberösterreichischen Journalistenakademie folgt Thomas Winkler (Chefredakteur „BezirksRundschau“) Stefan Lassnig als stellvertretender Vereinsobmann. Dietmar Maier (Geschäftsführer und Programmchef LT1) und Matthäus Fellinger (Chefredakteur „Linzer Kirchenzeitung“) wurden als ordentliche Mitglieder neu in den Vorstand aufgenommen. Die Präsidentin des O
berösterreichischen Presseclubs Christine Haiden (Chefredakteurin „Welt der Frau“) wurde in den Vorstand kooptiert. Als Nachfolger für Stefan Lassnig und Karl-Heinz Zanon wurden Gerhard Fontan (Vorsitzender der Geschäftsführung „BezirksRundschau“) und Thomas Reiter (Marketingleiter „BezirksRundschau“) in den Vorstand der Akademie gewählt.

Matthias Karmasin wird als erster österreichischer Kommunikationswissenschaftler als korrespondierendes Mitglied der philosophisch-historischen Klasse in die Österreichische Akademie der Wissenschaften berufen.

Neuer ZDF-Korrespondent in Wien wird mit September Stephan Merseburger (47), der bisher für das ZDF aus Paris berichtete. Er folgt auf Klaus Prömpers (62), der nach rund sechs Jahren nach New York geht.

Daniela Kraus wird Geschäftsführerin des Vereins Wiener Medienfortbildung. Zuletzt war sie Geschäftsführerin beim Medienhaus Wien. Der Verein Wiener Medienfortbildung unter dem Vorsitz von Michael Pilz (WMF) will einen Master-Studiengang „International Media Innovation Management“ (IMIM) und eine Fortbildungseinrichtung für Journalisten aufbauen. Kraus hat an der Konzeption der Ausbildungsinitiativen sowie am Curriculum für den Journalismus-Studiengang der Wirtschaftskammer Wien (WKW) mitgearbeitet. Sie unterrichtet an den Universitäten Klagenfurt und Wien. Als Dozenten des IMIM-Lehrgangs konnten u. a. Gerhard Zeiler (CEO RTL Group), Alan Rusbridger („Guardian“-Chefredakteur) und Wolfgang Blau (CR Zeit Online) gewonnen werden.

Wolfgang Trimmel hat die Leitung des Bundespressedienstes (Sektion VII) im Bundeskanzleramt übernommen. Der ehemalige Sprecher des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl folgt Samo Kobenter.

Ausgezeichnet

Die „Pain Awards“ für herausragende Berichterstattung zum Thema chronischer Schmerz wurden an Claudia Richter („Die Presse“), Uschi Mürling-Darrer (Ö1/Radiodoktor) und Manuela Matl (ORF 2/„NÖ heute“) vergeben.

Der alternative Medienpreis der Nürnberger Medienakademie e. V. geht an Aleksandra Kolodziejczyk für ihre Radiosendung „Autonomie oder Prostitution. Die Zeitehe im Iran“ auf Orange 94.0. Die Sendung der Reihe „Globale Dialoge“ wird in der Rubrik Audio/Hörfunk ausgezeichnet.

Drei journalistische Beiträge nehmen an der europaweiten Endrunde des Journalistenwettbewerbs des Europäischen Parlaments 2011 teil. Der Kommentar „EU-Parlament als Führungsmacht“ von Thomas Mayer („Der Standard“) ist für Print nominiert. Der Kommentar „Was geht uns Ägypten an?“ von Christoph Kotanko („Kurier“) für die Kategorie Online. In der Kategorie Radio wurde ein Antenne-Steiermark-Beitrag über die Arbeitsmarktöffnung für Bürger der 2004 beigetretenen EU-Länder von Alexandra Sükar (Radio Content Austria) nominiert.

Der Sportjournalismus-Preis von Sports Media Austria geht in der Kategorie Internet an derStandard.at mit seinem Auftritt zur Fußball-WM 2010, vertreten durch Ressortleiter Philip Bauer. Bei TV war „Hero’s Journey“ – ein Bericht über Base Jumping gestaltet von Christoph Vieth und produziert vom Red Bull Medienhaus für Servus TV – erfolgreich. In der Kategorie Print ging der 1. Platz an Felix Lills Artikel „Luxusfahrt durch die Drogenkartelle“, erschienen in der „Presse“. Im Bereich Foto wurden Christof Birbaumer mit seinen Bildern von Hans Gruggers Sturz und Markus Oberländer mit einem Foto vom Eishockey-Spiel Graz gegen Capitals ausgezeichnet. Für ihre Serie „Gipfelgespräche“ (mit Judoka Sabrina Filzmoser) in den „OÖ Nachrichten“ wählte die Jury Marlies Czerny zur Siegerin des Nachwuchspreises.

Beim Axel-Springer-Preis für junge Journalisten finden sich zwei Österreicher unter den Ausgezeichneten. Der Hauptpreis in der Kategorie „Print – Wochen- und Monatstitel“ ging an Gerald Drißner vom „Datum“. In der Kategorie Fernsehen hat der Österreicher Fritz Ofner (ZDF/3sat) gewonnen. Weitere 1. Preise: Print überregional Alard von Kittlitz („Frankfurter Allgemeine Zeitung“), Print regional Katrin Blum („Stuttgarter Zeitung“) und in der Kategorie Hörfunk Tina Hüttl (Deutschlandradio Kultur). Der Hauptpreis in der Kategorie Internet ging an Michael Hauri (www.2470media.eu).

ORF-Journalist Zoran Dobric erhält den Prof. Claus Gatterer-Preis des Österreichischen Journalisten Clubs. Konkret werden Dobrics Beiträge im Magazin „Thema“ zu „Kirche und Opfer“ sowie „Klasnic-Kommission“ prämiert, aber auch sein langjähriges journalistisches Engagement für die Rechte sozialer Minderheiten und gesellschaftlicher Randgruppen. Der 1960 in Smederevo bei Belgrad geborene Dobric ist seit 1991 beim ORF. Eine ehrende Anerkennung geht an Ö1-Radiomacher Andreas Zinggl für seinen Beitrag „Zeitungszusteller: Ein Leben unter prekären Bedingungen“.

Ö1-Wissenschaftsjournalistin Elisabeth Nöstlinger-Jochum und Manuela Strihavka (TW1) wurden mit dem „Pressepreis 2010 der Ärztekammer für Wien“ ausgezeichnet. Nöstlinger-Jochum erhielt ihn für ihre Sendungen „Abschied und Aufbruch“ sowie „Erkrankt, entmutigt, entwürdigt“ im Rahmen des „Salzburger Nachtstudios“, für das sie seit 2000 Producerin ist. Strihavka hat gemeinsam mit ihren Kollegen Zara Auferbauer und Markus Voglauer für „Treffpunkt Medizin“ (TW1) die Reportage „Brustmedizin“ gestaltet. Sie ist seit Ende 1993 für den ORF tätig und entwickelte 2010 das TW1-Gesundheitsformat.

Der Kurt-Vorhofer-Preis 2011 geht heuer an „Profil“-Kolumnistin Elfriede Hammerl, die als eine der Ersten in Österreich die Situation der Frauen in der Gesellschaft journalistisch thematisiert hat. Im steirischen Prebensdorf geboren, studierte sie Germanistik und Theaterwissenschaft und begann beim „Neuen Österreich“. 1977 verließ sie den „Kurier“, um frei zu arbeiten. Seit 1984 tut sie das für das „Profil“ und ist auch literarisch tätig.

Den Staatspreis für Bildungsjournalismus erhält ORF-Redakteurin Susanne Schnabl. Schnabl hat früher das Themengebiet Bildung in der Journal-Redaktion des ORF-Hörfunks betreut und ist inzwischen Mitglied der „Zeit im Bild“-Redaktion. Den Förderungspreis für Journalisten unter 35 Jahren erhält Sonja Hasewend von der „Kleinen Zeitung“, die dort Bildungsthemen betreut.

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 16 Autor/en: Astrid Kuffner. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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