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Prominente und „Zu viel Sex“ - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

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Prominente und „Zu viel Sex“

Peta wirbt mit Promis. Die wussten allerdings nichts davon.

1Prominenz verkauft sich gut – nach diesem Grundsatz werden oft bekannte Persönlichkeiten herangezogen, um für eine Sache oder ein Produkt in Inseraten, Plakaten oder TV-Spots zu werben. Manchmal allerdings sind die Promis auch unfreiwillig dabei. Beispiel: die US-amerikanische Tierschutzorganisation Peta, die seit geraumer Zeit mit dem Slogan „Too much Sex can be a bad Thing …“ (Zu viel Sex kann eine böse Sache sein) für die Kastration oder Sterilisation von Haustieren wirbt. Peta-Werbeleiterin Nadja Kutscher dazu: „Es werden jedes Jahr Abertausende Hunde und Katzen mehr geboren, als es gute Plätze für die Tiere gibt.“ Weniger Sex im Tierreich sei also nötig.

Peta verkauft diese Meinung mit Inseraten, auf denen auch Prominente abgebildet sind. Getreu dem Werbeslogan sind es solche, über die wegen „Too much Sex“ in der Öffentlichkeit gesprochen wird. Der Golf-Profi Tiger Woods etwa, der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und nun auch Ex-Weltbank-Chef Dominique Strauss-Kahn. Es wird wohl nicht lange dauern, bis auch Arnold Schwarzenegger in derartigen Inseraten auftauchen wird.

Medien-Spezialanwalt Peter Zöchbauer, vom „Journalisten“ um eine Diagnose der rechtlichen Situation gebeten, sieht zwei Seiten des Problems: „Einerseits ist die Veröffentlichung von Personenbildnissen unzulässig, wenn dadurch berechtigte Interessen des Abgebildeten beeinträchtigt werden. Dies ist dann der Fall, wenn Fotos zu Werbezwecken verwendet werden. Andererseits wirbt Peta nicht für eigene Zwecke, es geht um eine weltanschauliche Frage. Dabei gelten nicht so strenge Maßstäbe wie für die Wirtschaftswerbung und nach dieser Überlegung könnte die Verwendung der Fotos der Prominenten erlaubt sein.“

Man wird sehen, ob einer der Herren gegen die Verwendung seines Fotos vorgeht – bisher ist nichts bekannt.

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 14 bis 14. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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