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ARCHIV » 2011 » Ausgabe 06+07/2011 »

Special

Wochen- und Monatszeitungen

„Tiroler Tageszeitung am Sonntag“

Verbreitungsgebiet: Tirol

AUFLAGE: 128.156

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 2008

Titelseite: 5 Punkte

Hat uns schon im zurückliegenden Jahr gefallen – noch immer ursüß: Das Wetterkind links unten. Sogar ein Link zum Online-Angebot. Insgesamt eine gute Themenmischung, auch eine gute Gesamtanmutung. Der Anreißer oben links geht unter. Leider. An anderen Sonntagen ist das aber sehr gut gelöst.

Inhalt: 5 Punkte

Die Welt ist ein Dorf und Tirol ist diese Welt. Ja, diese regionale Zeitung versteckt ihre Herkunft nicht. Nach dem Thema des Tages, zufällig mit Tirol-Bezug, eine Doppelseite Meinung – zu einem Tiroler Thema. Dann Tirol, Tirol, Tirol. Erst ab Seite 42 kommt der Rest der verbleibenden Welt. Warum nicht. Bunt gemischt die Geschichten. Viele positive Ansätze. Diese Welt wird es auch morgen noch geben. Ein angenehmes Gefühl, das diese Zeitung hinterlässt. Beachtlich: 150 Seiten!

Layout: 5 Punkte

Echt gut. Luftig. Modern. Lesefreundlich. Kreativ. Ästhetisch. Tolle Schriften, Schriftgrößen, Spaltenbreiten. Wunderbare Doppelseiten im Kleinformat. Ein Vorbild!

Platz 1

15 Punkte

„Kärntner Woche“ (Klagenfurt Stadt)

Verbreitungsgebiet: Kärnten

AUFLAGE: 225.500

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 1996

Titelseite: 4 Punkte

Das gleiche Konzept wie „Woche Graz & Umgebung“. Viele Themen auf der Seite 1, aber drei junge Mädchen im Bikini holen sich die Blicke der Leser.

Inhalt: 5 Punkte

Es menschelt zutiefst in dieser Zeitung. Eine Geschichte über eine turbulente Schwangerschaft und dann auch noch ein Notkaiserschnitt, dann ein Beitrag über ein altes Ehepaar, das in zwei Jahren die Gnadenhochzeit feiern will. Und, und, und. Wer in Klagenfurts „Ufo“ spielen soll, interessiert sicher ebenso. Viel Nutzwert auf der Doppelseite „Was, Wann, Wo“. Etwas mager „Sport aus Klagenfurt“. Das Verhältnis von interessanter Redaktion und dem unvermeidbaren Schrott ist sehr gut.

Layout: 4 Punkte

Nicht nur gute Themen, sie werden auch optisch gut verkauft. Lesen macht hier Spaß! In der Kopfleiste gibt es viel Klein-Klein. Das geht unter. Ist auch zu viel.

Platz 2

13 Punkte

„bz Wiener Bezirkszeitung“ (Ausgabe Wieden)

Verbreitungsgebiet: Wien

AUFLAGE: 659.369

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 1984

Titelseite: 4 Punkte

Ein bisschen wie die „Kronen Zeitung“ – nur in Grün. Auch der Aufmacher könnte aus der Muthgasse stammen: „Alarm: Zu viele Flieger über Wien“. Dazu eine Geschichte aus der Abteilung Gaunereien, ein wenig Politik, Mahnmal ist immer gut, und dann noch Karten für den Life Ball. Gute Mischung. Besser braucht eine Einser gar nicht zu sein.

Inhalt: 4 Punkte

Die große RMA-Gruppe, ein Verbund mit 130 lokalen Gratiszeitungen, stülpte ihr Konzept auch auf ihr Wiener Mitglied. Das ist gut so. Also gibt es nun Umfragen, Tipps und natürlich richtige „Geschichten“: Ein neues Puff, Wandern mit Kinderwagen, der neue Hauptbahnhof. Einzig die Häupl-Kolumne ist als Relikt an die alte Zeit erhalten geblieben. Aber vielleicht sehen wir ja auch künftig bei den Schwesterblättern der „bz“ fixe Bürgermeister-Spalten und alle freuen sich.

Layout: 4 Punkte

Seite 1 handwerklich gut, einzig die Titelschrift im Bild stört. Innen weitgehend in Ordnung. Die Ausgabe für Wieden ist in der Mitte eingelegt. Keine Offenbarung, aber auch kein Grund für Scham. Der Strich unter den Vorspannen wirkt komisch. Werden da zwei Geschichten getrennt?

Platz 3

12 Punkte

„Bezirksrundschau“ (Ausgabe Kirchdorf)

Verbreitungsgebiet: Oberösterreich

AUFLAGE: 528.781

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 2009

Titelseite: 4 Punkte

Einst eine stolze Kaufzeitung mit vielen regionalen Ausgaben, damals noch im Großformat, jetzt, nach vielen Irrungen und Wirrungen, eine Gratiszeitung im Kleinformat. Vergessen wir das alles nun mal, dann ist die Ausgabe Kirchdorf eine ganz passable Zeitung. Zwei schöne Titelthemen, eine Umwelt-Offensive im Zementwerk und der beste Fußballtrainer des Bezirks. Auch ein klares Layout. Nicht gerade überdrüber, aber absolut brauchbar.

Inhalt: 4 Punkte

Auch ein RMA-Kind – nach dem gleichen Konzept gestrickt. Im ersten Heftviertel engagierter Lokaljournalismus, dann eine lange Strecke Blabla, notwendiges Umfeld für Anzeigen. Dann „Kultur & Freizeit im Bezirk Kirchdorf“ mit viel, viel Service – übersichtlich präsentiert. Total reduziert, aber vollkommen ausreichend hier das Wetter der Woche. Nach einer langen Strecke mit Kleinanzeigen kommt noch der Sport – auch der gut gemacht.

Layout: 4 Punkte

Gutes altes Zeitungslayout. Handwerklich gut gemacht. Schöne Schriften, auch ausreichend groß, passende Bilder. Der Beginn einer neuen Rubrik wird optisch ausreichend markiert. Den Namen des Ressortverantwortlichen im Rubrikenkopf mit den Kontaktdaten zu nennen, ist eine gute Idee. In der Ausgabe Kirchdorf dürfte es einen Überdrübermacher geben, weil dieser als Chef aller wichtigen Ressorts genannt ist. Gesamteindruck: Hier sind Profis am Werk, die ihre Leser ordentlich führen.

Platz 3

12 Punkte

„Wörgler & Kufsteiner Rundschau“

Verbreitungsgebiet: Raum Kufstein

AUFLAGE: 48.002

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 2011

Titelseite: 4 Punkte

Zwei Kinder mit übergroßen Feuerwehrhelmen – auch so kann man das ewige Thema Feuerwehr illustrieren. Nicht neu, aber doch immer wieder schön! Eine Bahnunterführung mit einer Bahnmanagerin zu zeigen ist auch eine Möglichkeit – funktioniert aber weniger gut. Immerhin, hier wird mitgedacht. Alles in allem eine einladende Seite 1.

Inhalt: 4 Punkte

„LH Platter verschaffte sich Einblick im Bezirk Kufstein“, heißt der Titel einer großen Meldung. Hatte die der LH bisher nicht? Und dann ein weiterer Titel: „Änderungen und Perspektiven innerhalb der Kufsteiner Volkspartei“. Ahhh! Schön der Spielplatztest. Auch die „Freizeit“ mit einem ausführlichen und übersichtlichen Veranstaltungskalender. Ambitioniert der Lokalsport. Wenn auch als Anzeigenumfeld gedacht – interessant „Am Schauplatz Hopfgarten“ – ein Gemeindeporträt.

Layout: 3 Punkte

Die Rundschau war Teil des Gratiszeitungsrings „Tiroler Woche“, der kürzlich aufgelöst wurde. Die meisten Blätter erscheinen weiterhin – auch in einem ähnlichen Layout mit den klassischen drei „b’s“: brav, bieder, brauchbar.

Platz 5

11 Punkte

„Salzburger Fenster“

Verbreitungsgebiet: Salzburg, angrenzendes OÖ, Bayern

AUFLAGE: 180.906

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 1979

Titelseite: 4 Punkte

Nichts Neues beim „Salzburger Fenster“. Titelseite mit zwei journalistisch spannenden Aufmachern. In dieser Ausgabe die Olympia-Staatsanwältin und Interventionen auf die Salzburger Justiz plus eine neue Trasse für die 380-kV-Leitung. Also zwei Lese-Pflichtthemen, oft auch Exklusiv-Themen, die von den Tageszeitungen dann abgeschrieben werden. Optisch brav, handwerklich in Ordnung.

Inhalt: 4 Punkte

Nichts Neues beim „Salzburger Fenster“. Das journalistische Angebot schwankt, manchmal sehr gut bis hin zur Pflichtlektüre, dann wieder mager, banal. Die vorliegende Ausgabe ist wieder einmal sehr gut. Als Ausstieg der Zeitung gibt es nun einen großen Kleinanzeigenteil, eine andere Form von gutem Lesestoff – auch wenn es Journalisten nicht gerne hören. Erhöht sicher den Nutzwert enorm – trotz Internet! Extrem
gut inzwischen die Beilage „Kultur Fenster“. Toll gelöst die Programm-Wochenvorschau.

Layout: 3 Punkte

Nichts Neues beim „Salzburger Fenster“. Stimmt nicht! Die Beilage ist sehr übersichtlich geworden, vor allem die Wochenvorschau. Da stört auch die kleine Schrift nicht. Das Hauptblatt ist wie immer. Die vorliegende Ausgabe ist keine Offenbarung, aber auch nicht Mist. Was soll eigentlich der Strich unter jeder Headline. Ist hier die Geschichte zu Ende, weil man sie vom Rest optisch trennt? Und der daran anschließende Vorspann auch noch linksbündig. Hallo!

Platz 5

11 Punkte

„Der Grazer“

Verbreitungsgebiet: Graz und Umgebung

AUFLAGE: 167.000

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 2007

Titelseite: 4 Punkte

Moderne Anmutung, warme Farben, gute Themenauswahl, gute Anrisse. Oft um die Spur zu verspielt. „Planking“ in Graz mit einem hochgestellten Querbild, dazu der Titel „Die Grazer legen sich quer“ – auch wenn auf den ersten Blick der junge Mann stehend wirkt. Dann ein gedrehter Pfeil mit dem eingeklinkten Text: „Um 90 Grad drehen!“ Viel Denkaufgabe, den diese Gratiszeitung von ihren Lesern verlangt. Und vermutlich für viele Leser verwirrend.

Inhalt: 4 Punkte

„Der Grazer“ erscheint am Sonntag – und eröffnet auf Seite 2 mit einem „Sonntagsfrühstück“, eine Art Fragebogen. Gute Idee, leider mit dem tiefblauen Raster kaum lesbar. Viele Grazer Themen. Es geht um Radwege, Freibäder und Sturm. In dieser Stadt ist was los und diese Zeitung bildet das gut ab. Sehr ansprechend die Szene-Seite. Etwas viel und eher langweilig die Rubrik Society. Schöner Ausstieg mit „Grazer Sonntag“. Die Tipps „Wohin am Wochenende“ sind gut – auch wenn sie verkauft sind.

Layout: 3 Punkte

Schriften im Foto – das geht selten gut. Auch der „Grazer“ ist da keine Ausnahme. Schön gelöst die Foto-Doppelseite zum Thema Planking. Beeindruckend der Sportaufmacher „Sturm auf den Meisterteller“. Eigentlich ein schönes, modernes Grundlayout. Leider selten überzeugend umgesetzt. Zu viele Themen, zu viele Fotos, viel Durcheinander. War im Vorjahr viel besser !

Platz 5

11 Punkte

„Wien.at“

Verbreitungsgebiet:

Wien

AUFLAGE:

1,1 Millionen

Ersterscheinung: 2000

Titelseite: 4 Punkte

Die Oma und die Kinder. „Wien.at“ stellt auf den Titel eine Geschichte über Lesepatinnen. Und alle lachen – na ja, wer selbst Kinder hat, weiß, dass diesen Lesen selten Spass macht … Wir unterstellen einfach guten Willen. In jedem Fall ein Thema, das viele Familien interessieren könnte. Auch optisch gut gemacht, wenngleich knapp an der Grenze zum Werbeprospekt.

Inhalt: 3 Punkte

„Wien.at“ ist die Zeitung der Stadt Wien. Womit auch bereits alles klar ist. Klar ist auch, dass eine Stadt kommunizieren muss. „Wien.at“ erfüllt das manchmal besser, manchmal weniger gut. Sieht man mal davon ab, dass anscheinend jedes politische Ressort etwas mitteilen will – und bei der Auswahl des Köders mehr auf den Angler als auf den Fisch Rücksicht nimmt, dann bleiben doch noch ausreichend interessante Themen. Auch wenn sie mitunter gut versteckt sind.

Layout: 4 Punkte

Ein braves, gutes, bewährtes Layout. Leser werden geführt, nicht verschreckt. Aber auch nicht zu Entzückung verführt. Brav, brav, brav, hätte der Lehrer gesagt, oder der Nikolaus, oder die Mama.

Platz 5

11 Punkte

„Woche“ (Ausgabe Graz &

Umgebung)

Verbreitungsgebiet: Steiermark

AUFLAGE: 177.831

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 1996

Titelseite: 4 Punkte

Schöner Zeitungskopf – ohne Schnörkel. Der Streifen mit den Anreißern ist mit vier Themen überladen. Drei wären besser. „Grazer Linien rüsten Busflotte massiv auf“ – gutes Aufmacherthema. Sollte die Leser in ihrem Lebensbereich in Graz berühren. Aufmacherfoto ist immer verkauft – aber das war schon im vergangenen Jahr so und die Leser dürften das inzwischen wissen.

Inhalt: 4 Punkte

Guter Einstieg mit der Titelgeschichte: „19 neue Busse für unsere Stadt“. Dazu viele interessante Details. Dann folgen Seite auf Seite mit Geschichten aus der Region. Nicht wirklich aufregend, aber eben Geschichten von nebenan. Interessant die Beiträge aus der Steiermark und jene aus Österreich. Was hat ein Bericht über den EU-Beitritt von Kroatien auf der Steiermark-Seite zu suchen? Ganz lieb die Seite mit den Babyfotos. Hat vermutlich die meisten Leser.

Layout: 3 Punkte

Über weite Strecken sehr gut. Leserführung klar erkennbar. Bei der Bildauswahl wird nachgedacht.

Platz 5

11 Punkte

„Wiener Bezirksblatt“ (Ausgabe Wien)

Verbreitungsgebiet: Wien

AUFLAGE: 625.000 bis 700.000

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 1999

Titelseite: 3 Punkte

Okay, da dreht es mal einer um. Nennt sich „Wiener Bezirksblatt“ und macht dann eine Ausgabe für Wien. Nicht gerade aufregend die Mischung der ins Schaufenster gelegten Themen. Muss man nicht lesen, nicht sofort.

Inhalt: 3 Punkte

Schöner Einstieg auf Seite 3. Mager der Inhalt. Einzig die Ressorts „Stadtthema“, „Politik“, „Leben“ u. a. werden hier angekündigt. Was uns dort erwartet, erfahren wir im Inhalt nicht. Ungefähr so, als würde sich der neueste Audi als „Auto“ vorstellen – sonst nichts. Schön der „Frankfurter-Test“, auch die Übersicht mit den „Top-Würstelständen“. Ansonsten viele Pressemeldungen. Ein gutes Geschäft für die Ausschnittdienste.

Layout: 4 Punkte

Sehr übersichtliche Einteilung nach Ressorts, sichert auch eine gute Leserführung. Dabei optisch angelehnt an eines der vielen alten „News“-Layouts, oder war es „Profil“?

Platz 10

10 Punkte

„Wann & WO am SOnntag“

Verbreitungsgebiet: Vorarlberg

AUFLAGE: 134.000

Erscheinungsweise: zweimal wöchentlich

Ersterscheinung: 1977

Titelseite: 3 Punkte

Das ist also der Mister Vorarlberg. Und er „Hätte nie damit gerechnet!“ Ein super Sonntagsthema, darüber klein noch Gaddafi. „Bis zum Tod kämpfen.“ Unten dann eine Gaspistole in der Hand eines Mannes – könnte ein Verbrecher sein. Noch ein Foto, oben insgesamt drei kleine. Wusel, wusel, wusel. Ganz schön dicht, aber nicht unangenehm. Auf der Seite 1 auch noch Tarkan, der türkische Superstar, der nach Vorarlberg kommt. Soll vielleicht die ausländischen Mitbürger zum Lesen einladen.

Inhalt: 3 Punkte

Nicht sehr viel Inhalt. Kurze Geschichten. Gaddafi von der Titelseite bekommt innen einen Zweispalter, eine Spalte Vorspann, die zweite Fließtext mit zwei Sätzen. Wer da noch behauptet, die Welt sei kompliziert. Dann plötzlich auf Seite 16 eine ganze Seite Syrien: „Es gibt kein Zurück mehr!“ Ein Interview mit einem Professor für alttestamentliche Bibelwissenschaft. Passt voll in diese Zeitung! Viele, viele Bilder und Berichte über eigene Veranstaltungen.

Layout: 3 Punkte

„Die junge Zeitung“ steht im Untertitel dieser Zeitung. Können anscheinend nicht mehr lesen, diese jungen Leute. Viele Fotos, kaum Text. Schön die „24 Stunden in Bildern“. Viele Namen in blauer Schrift – pfui! Schöne Mischung und Präsentation bietet der Young Corner. Schön die Seite HipHop in der Ausgabe 1. Mai. Auch die Sportseiten.

Platz 11

9 Punkte

„brennpunkt“

Verbreitungsgebiet: Raum Schwaz

AUFLAGE: 34.190

Erscheinungsweise: wöchentlich

Ersterscheinung: 2011

Titelseite: 3 Punkte

Noch ein Überleben
der aus dem ehemaligen Verbund „Tiroler Woche“. „Edle Weinverkostung und besondere Kunstobjekte“ als Titelgeschichte – na ja. Sowohl die Geschichte als auch die beiden jungen Frauen werden hier weit unter Wert verkauft. Dass sich der Tourismussprecher auch für kleine Skigebiete einsetzt – no na.

Inhalt: 3 Punkte

„Brennpunkt“ steigt mit dem Thema kleine Skigebiete ein. Grundsätzlich interessant. Die Geschichte wird allerdings nur am Tourismusmanager aufgehängt, keine andere Stimme, von Widerspruch oder einer anderen Position keine Rede. Wohltuend der Kommentar zum Hubschrauberunglück am Aachensee. Beide Beiträge übrigens vom gleichen Autor, der am Schluss jeweils mit seiner E-Mail-Adresse zeichnet. Gute Idee.

Layout: 3 Punkte

Ganz okay. Guter Durchschnitt. Die Gemeindewappen bei den jeweiligen Beiträgen in der Rubrik „Gemeindechronik“ sind nett.

Platz 11

9 Punkte

„Tips“

(AUsgabe Perg)

Verbreitungsgebiet: Oberösterreich und Teile Niederösterreichs

AUFLAGE: 793.400

Erscheinungsweise: teils wöchentlich, teils 14-täglich

Ersterscheinung: 1986

Titelseite: 3 Punkte

Muttertag in Perg: „Musikalischer Muttertagsgruß“ als Titel. Buben, die ihre Mutter küssen, eine rote Rose. Schönes Motiv! Dann die Unterzeile: „Traditionell zum Muttertag geht auch heuer wieder das Muttertagskonzert … über die Bühne“. Konzerte gehen also über Bühnen und Muttertagsgrüße sind musikalisch. Gute Sprache kostet nichts, außer etwas Zeit und Hirnschmalz. Die schwarze Schrift vermittelt Trauer. Die Unterzeile ist nicht lesbar.

Inhalt: 3 Punkte

Die ersten 20 Seiten laufen unter „Land & Leute“. Sagt alles, verspricht nichts. Und so kommt es dann auch. Mit irgendeiner Geschichte wird gestartet, dann die nächste und wieder die nächste. Fast, als hätten sie in dieser Reihenfolge die Redaktion erreicht. Hier setzt niemand Schwerpunkte, sagt keiner, was wichtig ist. Noch zur Sprache: Titel der ersten Geschichte: „Cineastischer Zündstoff für eine schwedische Sommernacht“. Kennst dich aus, Herr Perger? Guter Veranstaltungskalender!

Layout: 3 Punkte

Einzelne Seiten sehr modern, viele handwerklich in Ordnung, aber auch nicht mehr. Schöne Leben-Seite. Klare Ordnung zum Beginn einer neuen Rubrik.

Platz 11

9 Punkte

„Kurz & Bündig“

(Ausgabe Krems)

Verbreitungsgebiet: Niederösterreich

AUFLAGE: 212.900

Erscheinungsweise: teils wöchentlich, teils 14-täglich

Ersterscheinung: 2010

Titelseite: 3 Punkte

„Risikolenker 0,0 Promille?“ Was heißt das eigentlich? Ist ein Risikolenker, wer nicht säuft beim Fahren? Oder sollen Risikolenker nur mit 0,0 Promille fahren dürfen? Vermutlich! Auch die Unterzeile klärt nicht auf. Unnötiges Ratespiel! Gut das Foto, mit dem die Geschichte illustriert wird. „Sport im Krankenhaus Krems“, „Vereine Krems“, „Seit 30 Jahren in Krems“ – hoffentlich wird diese Ausgabe auch in Krems verteilt. Aufbau der Seite 1 ganz passabel.

Inhalt: 2 Punkte

Endlich, die Seiten 2 und 3 klären auf: „Eine tödliche Gefahr: Fahren unter Alkoholeinfluss“ – hat zwar einen anderen Dreh als „Risikolenker 0,0 Promille?“ von der Titelseite. Aber so etwas kann schon mal vorkommen. Gute Idee: ein Kasten „kurz & bündig“ als eine Art Vorspann. Bei der Alkoholgeschichte steht hier: „Alkohol am Steuer bringt enorme Strafen mit sich. Discobusse müssen eingesetzt werden.“ Äääh – das hat sicher kein Leser gewusst.

Layout: 2 Punkte

Auf den ersten Blick eigentlich ganz brauchbar. Am Anfang. Aber dann wird es schlimmer und schlimmer. Eine Kopfzeile, die ab der Seite 2 im oberen Drittel quer durch die Seite läuft. Wem fällt so ein Schwachsinn ein. War schon im letzten Jahr so. Überschriften, die aneinanderstoßen. Das geht ja wirklich nicht. Interessant dafür das Farbleitsystem auf den Seiten Kultur & Events.

Platz 14

7 Punkte

„Bezirksblätter“ (Ausgabe Landeck)

Verbreitungsgebiet: Tirol, Salzburg, Niederösterreich, Burgenland

AUFLAGE: 1.254.534

Erscheinungsweise: teils wöchentlich, teils 14-täglich

Ersterscheinung: 1985

Titelseite: 2 Punkte

Puuuh! So ein Durcheinander! Schaut nicht wie eine Zeitung aus! Immerhin der Aufmacher könnte interessieren: „Nauders baut nun Kraftwerk“. Öd dagegen die „Frauenpower in der Wirtschaftskammer“. An sich ein hübsches Foto. Aber warum greift die Redaktion nicht das rote Band auf, das die Frauen in der Hand halten? Stattdessen ein langweiliger Bildtext. Unten weitere kleine Themen, die auch Anzeigen sein könnten.

Inhalt: 2 Punkte

Noch ein Kind der RMA. Mit dem neuen Kraftwerk startet die erste Doppelseite. Aktuell die Umfrage „Was unternehmen Sie zum Muttertag am 8. Mai 2011?“ Eine präzise Frage. Schließt aus, dass jemand antwortet, was er für den Muttertag 2012 plant. Dann folgen einige Seiten Vereinsberichte und Jubiläen. Das Leben in Landeck halt. Ambitioniert der Veranstaltungskalender und der Lokalsport gegen Ende der Zeitung. Dazwischen viel Schrott.

Layout: 2 Punkte

Die Seiten 2 und 3 sind gut – auch wenn sich wieder bestätigt, dass Titel über zwei Seiten ein Problem sind. Die nächsten Seiten gehen auch noch – und über den Rest schweigen wir. Schriften passen, alles sehr gut lesbar.

Platz 15

6 Punkte

„Hallo Oberösterreich“

Verbreitungsgebiet: Oberösterreich

AUFLAGE: 250.000

Erscheinungsweise: monatlich

Ersterscheinung: 1996

Titelseite: 3 Punkte

Greiner Namensforscher erklärt, was Familiennamen alles über uns aussagen. Ein super Thema, interessiert wohl jeden. Dass die 500 wichtigsten oberösterreichischen Familiennamen enträtselt wurden, macht diese eine Zeitungsausgabe noch spannender. Ist auch mein Name dabei? Die Oma, der Nachbar, der Arbeitskollege? Mit diesem einen Thema wird diese Monatszeitung „verkauft“. Interessantes Beispiel für funktionierenden journalistischen Minimalismus.

Inhalt: 1 Punkte

Die große Enttäuschung. Keine 500 Namen, unter denen der eigene gesucht werden kann. Dafür die 40 häufigsten Namen in Österreich. Ebner, Huber, Berger, Schneider, Schuster. Nein, bin nicht dabei. Noch eine zweite Geschichte: Die Fichte stirbt, doch der Waldvorrat in Oberösterreich wird größer. Muss man lesen! Irgendwann.

Layout: 1 Punkt

Wüüüd!

Platz 16

5 Punkte

Erschienen in Ausgabe 06+07/2011 in der Rubrik „Special“ auf Seite 85 bis 89. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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