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Das Jahrzehnt der Kleinen

Von Gerald Mandlbauer

Ich möchte zu Ihrer exzellenten Darstellung der österreichischen Zeitungslandschaft während des letzten Jahrzehnts gratulieren. Gratulation auch den Kollegen der „Kleinen Zeitung“. Diese Analyse hebt sich wohltuend von der Beurteilung der kurzfristigen Zuckungen und der tagesaktuellen Veränderungen ab, sie zeigt, wer sich im letzten Jahrzehnt weiterentwickelt hat und wer eben nicht.

Mich freut diese Betrachtung, weil sich darin auch zeigt, dass die „Oberösterreichischen Nachrichten“, gemessen an der harten Währung Auflage, in diesem Zeitraum jene Zeitung gewesen sind, die sich neben der „Kleinen Zeitung“ am besten entwickelt hat.

Eine Anmerkung möchte ich mir trotzdem erlauben, was die Entwicklung der Leserzahlen laut Mediaanalyse betrifft. In Ihrer Grafik wird leider nicht berücksichtigt, dass es in diesem Zeitraum mehrmals zu Methodenumstellungen gekommen ist. Zeitungen mit der größten Differenz zwischen Werktagsauflage und Samstagverkauf haben durch diese Umstellung der MA höhere „Buchverluste“ (also keine realen) erlitten, sagen unsere beratenden Marktforscher. Berücksichtigt man diese Effekte, hätten die „OÖN“ wahrscheinlich in dieser Zehnjahresanalyse auch lt. MA nicht verloren, sondern vielleicht sogar gewonnen, jedenfalls die Leserzahlen gehalten. Jedenfalls wären wir – abermals nach der „Kleinen Zeitung“ – jene Regionalzeitung gewesen, die sich in diesen Jahren am besten geschlagen hat, obwohl sich in Oberösterreich zwei neue Gratiszeitungen versuchen (und in anderen Ländern nicht). Wir meinen also, dass wir als „OÖNachrichten“ in diesem Jahrzehnt zu den kompetitivsten gezählt haben. Im Sinne unserer Mitarbeiter, die diesen Erfolg durch ihre Leistungen bewirkt haben, möchte ich diese Ergänzungen zu Ihrer sehr guten Darstellung anbringen. Danke nochmals.

Chefredakteur „Oberösterreichische Nachrichten“

Erschienen in Ausgabe 08+09/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 16 Autor/en: Gerald Mandlbauer. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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