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ARCHIV » 2011 » Ausgabe 08+09/2011 »

Praxis

„Direct Matin“, Paris

Diese kostenlose Zeitung ist ungefähr DIN-A4-groß und wird auf relativ glattem, weißem Papier gedruckt. Außerdem wird die Zeitung geheftet. Es gibt eine Kooperation mit „Le Monde“, denn im Inneren sind längere Artikel mit dem Logo dieser überregionalen Qualitätszeitung versehen. „Direct Matin“ ist sehr kleinteilig und wirkt dadurch sehr nachrichtlich und aktuell.

Die Inhalte werden immer sehr leserfreundlich aufbereitet.

Titelseite

01 Zeitungskopf: Eine serifenlose Schrift auf rotem Grund, in Form einer Sprechblase. Der Zeitungskopf ist einfach, sehr präsent und unverwechselbar.

02 Anrisse oben: Der Anriss links ist sehr klein und das Foto hat einen unklaren Inhalt. Hier hätte man ein anderes Foto nehmen müssen. Der Freisteller rechts mit der zweizeiligen Überschrift ist deutlich besser, weil plakativer.

03 Aufmacher: Das EHEC-Problem mit Tomaten und Gurken wird durch die Marktszene klar visualisiert. Nicht gut: Die Überschrift ist komplett in Großbuchstaben und besonders die Dachzeile ist schlecht lesbar, weil eine sehr fette Schrift benutzt wird. Besser: Groß- und Kleinschreibung, Unterzeile statt Dachzeile.

04 Anrisse rechts: Gut, dass der mittlere Anriss durch Farbfläche und Typografie betont wird. Ansonsten würden fünf Anrisse relativ gleichförmig und ohne Auflockerung hier stehen. Die Stichworte sind sehr schlecht lesbar, weil die Buchstaben zusammengepresst werden.

05 Farbfläche: Es ist ein dunkler Sandton, der mit dem Dunkelrot eine gewisse Dynamik ausstrahlt. Die Kombination wirkt insgesamt freundlich.

06 Linien: Jede Seite wird von einem Linienrahmen umgeben. Das ist zwar nicht sehr funktional, wirkt aber insgesamt filigran und dekorativ.

Innenseite

01 Linke Seite: Sie ist sehr typisch für das ganze Heft. Die Artikel sind alle sehr kurz. Oben eine Wortwolke, die die Worte des Tages enthält. Darunter ständige Rubriken: „Geschichte“ und „Foto des Tages“. Wirkt insgesamt sehr einladend für den Leser.

02 Rechte Seite: Ein Thema, nämlich „Gefährliche Gurke?“, wie es in der Überschrift heißt. Der Stoff wird in drei Teile zerlegt: 1. Hauptartikel, 2. Faktenbox und am Fuß 3. Vorbeugung. Von dieser leserfreundlich aufbereiteten Seite kann man sich im deutschen Sprachraum gleich mehrere Scheiben abschneiden.

03 Gliederung im Artikel: Das Thema wird nicht einfach in einem fortlaufenden Text runtergeschrieben, sondern in Form von Frage- und-Antwort-Blöcken übersichtlich präsentiert. Am Ende auf blauem Grund noch ein Hinweis auf ein Video, das man auf der Website von „Direct Matin“ finden kann.

04 Grundschrift: Es ist die Frutiger condensed, eine serifenlose Schrift. Sie ist relativ klein und nicht gut lesbar in diesen Mengen.

05 Ergänzungsbox: Frutiger bold condensed, noch dunkler als die Frutiger condensed. Schreckt eher vom Lesen ab. Aber: Auch hier wird der Text durch halbfette Anläufe und Abstände leserfreundlich gegliedert.

06 Spaltenlinien: Ende des 19. Jahrhunderts kamen sie auf und in den letzten Jahrzehnten sind sie fast verschwunden. Aber da sind sie wieder: Die Spaltenlinien haben keine Funktion, wirken aber dekorativ.

Erschienen in Ausgabe 08+09/2011 in der Rubrik „Praxis“ auf Seite 138 bis 141. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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