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Kampf um den Platz im Licht

2 Bei der Wiener U-Bahn herrscht eine Situation wie in Brechts Dreigroschenoper: Die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht. Durch eine Klage wollen nun die aus dem Dunkeln auch ans Licht. Derzeit ist es so, dass die Gratiszeitung „Heute“ exklusiv das Recht hat, ihre Entnahmeboxen innerhalb der U-Bahn-Stationen aufstellen zu dürfen. Eva Dichands Blatt steht in Griffweite der Fahrgäste, also im Licht, während Wolfgang Fellner mit seiner Gratisausgabe von „Österreich“ ausgesperrt ist. Seine Boxen dürfen höchstens außerhalb der Gebäude aufgestellt werden. „Das ist Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung“, diagnostiziert „Österreich“-Anwalt Norbert Gugerbauer die Situation und will durch eine Klage nach dem Kartellgesetz für „Österreich“ den Weg vom Dunkeln ins Licht der U-Bahn-Stationen ermöglichen. Praktisch ist damit verbunden, dass „Heute“ einen Teil der Standorte aufgeben muss. Für das Gericht soll nun ein Sachverständiger bis Ende Oktober ein Gutachten ausarbeiten, was der „relevante Markt für den Vertrieb von Gratis-Tageszeitungen“ ist, das heißt, welche Rolle die 85 U-Bahn-Stationen für die Auflage – und damit für den wirtschaftlichen Erfolg – der Blätter spielen. Bertolt Brecht wusste die Antwort: „Man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.“

Erschienen in Ausgabe 08+09/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 19 bis 19. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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