ARCHIV » 2011 » Ausgabe 08+09/2011 »

Praxis

Kiosk

Jobchancen für freie Journalisten im Ausland.

Neues

aHoi!

mare, Hamburg

3,90 Euro | 100.000 Auflage

zweimonatlich

Angebote per E-Mail

Nun lässt auch der mare-Verlag Qualitätsjournalismus für Kinder vom Stapel laufen: Das kleinformatige „aHoi!“-Magazin richtet sich mit dem Untertitel „Eintauchen und Staunen“ an eine Leserschaft im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Die eigens gegründete Redaktion sitzt in Berlin (während das Mutterschiff nach wie vor in Hamburg ankert). Textredakteurin Martina Hinz spricht von einer Herausforderung, die Geschmäcker verschiedener Altersgruppen zu treffen – wandeln sich die Interessen in jungen Jahren bekanntlich sehr schnell. Thematisch sei „aHoi!“ im Vergleich zu „mare“ insofern breiter aufgestellt, als den Bezugspunkt nicht allein das Meer, sondern Wasser schlechthin darstelle. Daher tauchen auch Binnengewässer im Heft auf. Freie Autoren sind eingeladen, die Crew zu unterstützen. Martina Hinz – Dozentin an der Berliner Journalismus-Akademie Klara – weist auf die ganz besonderen Anforderungen des Journalismus für Kinder hin, von leichter Hand könne keine Rede sein. Wer für „aHoi!“ schreiben wolle, müsse sich sehr gut im Kindermetier auskennen. Grundvoraussetzung ist ein überzeugendes Exposé von zehn bis zwölf Zeilen Länge pro Themenvorschlag. Das Honorar beginnt bei 200 Euro und reicht bis 950 Euro.

K aHoi!

Martina Hinz

A Kulturbrauerei Haus M Schönhauser Allee 36

10435 Berlin

M hinz@mare-ahoi.de

P.M. CIT

G+J, München

3,90 Euro | 132.000 Auflage

Testausgabe, drei Monate im Handel

Angebote per E-Mail

Einen neuen Spross testet „P.M.“ mit „P.M. CIT“ („Crime Investigation Team“). Chefredakteur Hans-Hermann Sprado weist auf die seit Jahren hohen Einschaltquoten für Ermittlerserien hin, allen voran natürlich die Institution „Tatort“. Ein vergleichbares Zeitschriftenkonzept gebe es seines Wissens noch nicht einmal in den USA, der Krimihochburg. „P.M. CIT“ – Untertitel „Magazin für reale Verbrechen und Krimi-Kult“ – nähert sich der Welt des Verbrechens aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Forensik spielt ebenso eine Rolle wie die psychologischen Hintergründe von Verbrechen (passend hierzu ein Interview mit Anthony Hopkins). Trotz des sehr ernsten Themas möchte das Heft unterhaltsamen Lesestoff liefern und den detektivischen Spürsinn der Leser wecken. Gruner + Jahr wird die Verkäufe von „P.M. CIT“ abwarten, das drei Monate am Kiosk erhältlich ist – „nicht vor Oktober“ rechnet Hans-Hermann Sprado mit einer Entscheidung darüber, ob das Krimiheft in Serie geht. Daher sei es auch noch zu früh für die Frage, welche Rolle freie Autoren spielen könnten. Wer schon einmal Spuren sichern möchte, kann auf der Website www.pm-magazin.de/magazine ins interaktive Geschehen eintauchen.

K P.M. CIT

Chefredakteur

Hans-Hermann Sprado

M sprado.hans-hermann@muc.guj.de

Provocateur

Meth Media, Stuttgart

4,80 Euro | 50.000 Auflage

zweimonatlich

Angebote per E-Mail

Männerzeitschriften – ein schwieriges Segment. Erinnert sei an die immer neuen Anläufe von „Playboy“ und „Penthouse“ mit wechselnden (Verlags-)Partnern. Schon der Name deutet es an: „Provocateur“-Redaktionsleiter Michael Brunnbauer – als ehemaliger „GQ“-Redakteur Mann vom Fach – bezeichnet „Provocateur“ als Herren-Lifestyle-Magazin für die Zielgruppe „30 plus“, das nicht die üblichen Schönlinge und glatten Leute präsentiere. Sondern Männer, die andere Wege gingen, an denen man sich reiben könne, die auf ihre ganz eigene Art kreativ seien. So wie der Schauspieler John Malkovich. „Provocateur“ lasse sich aufgrund des innovativen Konzepts noch am ehesten mit „Business Punk“ vergleichen. Ironischerweise lautet eine Überschrift auf dem Titel: „Die Printbranche ist in zehn Jahren tot.“ Freie können Beiträge zu Themen aus dem Bereich Lifestyle und allem, was Männer interessiert, anbieten. Brunnbauer zufolge kann dies genauso eine „rauchige Abenteuerreportage“ wie eine nüchterne Technikgeschichte sein. Das Honorar ist Verhandlungssache und hängt auch vom Umfang des Bildanteils ab.

K Provocateur

Michael Brunnbauer

A Bruderstraße 10 80538 München

M michael.brunnbauer@ provocateur-magazin.de W www.provocateur-magazin.de

BIO Life

Marvi, Hannover

4,95 Euro | 37.500 Auflage

dreimonatlich

Angebote per E-Mail

„Green is beautiful“ – das war keineswegs immer so. In diesem Sinn betitelt Martin Söffker, Herausgeber von „Bio Life“, sein Editorial: „Du Öko, das ist doch alles Quatsch!“ Das Heft bereichert den Zeitschriftenmarkt um die neue Gattung des „biologisch-ökologischen Lifestyle-Magazins“, das sich für eine bewusste und nachhaltige Lebensweise einsetzt. Neben dem täglichen Brot in Gestalt von Ernährung und Gesundheit beschäftigt sich „Bio Life“ auch mit aktuellen politischen Themen wie der Zukunft der Atomenergie nach Fukushima. Die Frage lautet eher rhetorisch: „Können wir uns Atomenergie leisten?“ Nicht fehlen darf der Begriff „Lohas“ (Lifestyle of Health and Sustainability), der in den vergangenen Jahren so manches Zeitschriftenkonzept inspirierte. Inhaltlich wechseln sich Beiträge mit warnendem Charakter, etwa über den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat oder über Wohngifte, mit Erfreulicherem, wie dem ersten Bio-Fast-Food-Restaurant Deutschlands in Hannover, ab. Freie Autoren können Herausgeber Martin Söffker Beiträge aus dem Themenspektrum des biologisch-ökologischen Lifestyles anbieten. „Bio Life“ honoriert individuell.

K Marvi Verlag, Redaktion „Bio Life“, Martin Söffker (Hrsg.)

A Nordfelder Reihe 20

30159 Hannover

M marvi@marvi-verlag.de

GZ Live

Untitled, Hamburg

7,50 Euro | 24.000 Auflage

zweite Ausgabe im Oktober

Angebote per E-Mail

Der 2009 gegründete Hamburger Untitled-Verlag geht auf ein Management-Buy-out aus der Düsseldorfer VVA-Gruppe zurück, die im vergangenen Jahr Insolvenz anmeldete. Untitled gibt sowohl Kiosktitel wie Kundenmagazine heraus. Mit „GZ Live“ ist jetzt ein hochwertiger Schmuck-, Uhren- und Fashion-Titel an den Start gegangen, der mit opulenten Bildstrecken arbeitet. Der erste Eindruck, es handle sich um eine Frauenzeitschrift, täuscht, denn Männer werden ebenso angesprochen. Der Name „GZ Live“ verweist auf die „GZ“, die „Goldschmiede Zeitung“, die im gleichen Verlag erscheint und als große Schwester verstanden wird (übrigens mit einem stattlichen Alter von 109 Jahren). Naheliegenderweise ist „GZ Live“ auch in anderen Biotopen als nur am Kiosk anzutreffen: in Modeboutiquen, Einrichtungshäusern und bei Juwelieren. Autoren, welche die Edelfeder schwingen möchten, wenden sich per Mail an Caroline Schiedt, eine der beiden Chefredakteurinnen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Reportage? Ein schönes Beispiel findet sich in der Premierenausgabe mit „Die Uhrenjäger“, einer Geschichte über den Tick von Sammlern. „GZ Live“ honoriert jeden Beitrag individuell.

K GZ Live, Chefredakteurin Caroline Schiedt

M c.schiedt@untitled-verlag.de W www.gzlive.de

Ausserdem

Mamy’s Place

Women’s Ministry, Hamburg

3,90 Euro | 100.000 Auflage

neun Mal im Jahr Angebote per E-Mail

Aus dem ehemaligen Titel „Mama’s Life“ ist „Mamy’s Place“ geworden. Hintergrund: Ein ebenso skurriler wie leidiger Rechtsstreit mit dem WAZ-Verlag um den Na
men. Für „Mamy’s Place“ wurde mit Women’s Ministry auch gleich ein eigener Verlag gegründet. Chefredakteurin Ilka Wirdemann weist darauf hin, dass es sich um ein Lifestyle-Magazin für Mütter handelt – nicht aber um einen weiteren Elternratgeber, wie der Titel nahelegen könnte. Denn das Leben dreht sich dann doch nicht allein und ausschließlich um die Kinder. Angesprochen sind alle Mütter, nicht nur die berufstätigen. Dennoch spielt das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine wichtige Rolle. Eine Rubrik heißt übrigens „Papa’s Life“. Nicht fehlen dürfen die klassischen Zutaten einer Frauenzeitschrift, wie Mode, Beauty, Psychologie und Reisen. Autorinnen und Autoren können „Mamy’s Place“ Ideen anbieten. Gefragt sind eine moderne Schreibe und Interesse an gesellschaftlichen Themen. Es empfiehlt sich ein gründlicher Blick ins Heft. Ilka Wirdemann freut sich über Arbeitsproben – der Anspruch lautet Qualitätsjournalismus. „Mamy’s Place“ honoriert individuell.

K Women’s Ministry Verlag,

Redaktion „Mamy’s Place“

Chefredakteurin I. Wirdemann A Emder Straße 10

21129 Hamburg

M wirdemann@mamys-place.de

Abgefahren

VF Verlagsgesellschaft, Mainz

5,80 Euro | 45.000 Auflage

zweimonatlich

Angebote per E-Mail Mit der schlichten Charakterisierung als Autozeitschrift möchte „Abgefahren“ sich nicht begnügen: Und „Magazin zur Förderung automobilen Kulturguts“ hört sich auch in der Tat viel besser an. Der im Juni 2009 erstmals erschienene Titel ist jetzt auch am Kiosk erhältlich. Die Objekte der Begierde sind Youngtimer und Newtimer, deren Kultpotenzial in Reportagen herausgearbeitet wird. Lebensgefühl und Emotionen spielen im Konzept eine wichtige Rolle. Und so geht es um die Beziehung von Menschen und Maschinen wie um Design und Persönlichkeiten. Zielgruppe von „Abgefahren“ sind Liebhaber, die vielleicht selbst einen restaurierten Klassiker in der Garage stehen haben. Freie können Chefredakteur Alexander Böhm Themen rund ums Auto, aber auch zu Zubehör, Accessoires und dem mit den Fahrzeugen verbundenen Lebensgefühl aus den 1970er- und 1980er-Jahren anbieten. Technisches stehe nicht zwingend im Vordergrund. „Abgefahren“ lege Wert auf eine Vielfalt an Schreibstilen. Honorar nach Vereinbarung.

K Abgefahren

Chefredakteur A. Böhm

A Poßmoorweg 1

22301 Hamburg

M info@abgefahren-magazin.de

Erschienen in Ausgabe 08+09/2011 in der Rubrik „Praxis“ auf Seite 134 bis 135. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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