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Beruf und Medien

Presseförderungsgesetz 1994

Die Zeitungen müssen aufgrund des Inhaltes über den Kreis der reinen Fachpresse hinausreichen sowie vorwiegend der politischen, allgemein wirtschaftlichen und kulturellen Information und Meinungsbildung dienen und dürfen weder Kundenzeitschriften noch Presseorgane von Interessensvertretungen sein.

Für Tageszeitungen gilt eine Mindesterscheinungshäufigkeit von 240-mal jährlich, Wochenzeitungen müssen zumindest 41-mal jährlich erscheinen.

Eine Tageszeitung muss mindestens sechs hauptberuflich tätige Journalisten haben, Wochenzeitung mindestens zwei.

Für Tages- und Wochenzeitungen, die in der Sprache einer Volksgruppe herausgegeben werden, entfallen etliche Voraussetzungen des PresseFG 2004, etwa Mindestverkaufsauflage, Mindestanzahl von hauptberuflich tätigen Journalisten, Untergrenze für den Verkaufspreis.

Zur Berechnung der Förderungsbeiträge im Bereich der Vertriebsförderung ist die Offenlegung der Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse erforderlich. Bei Vorliegen eines Medienverbundes ist eine Kürzung der Förderungsbeträge vorgesehen.

Des Weiteren gibt es unter bestimmten Auflagen eine

– „besondere Förderung zur Erhaltung der regionalen Vielfalt der Tageszeitungen“,

– Qualitätsförderung: Zuschuss zu den Kosten von redaktionsinterner Journalistenausbildung im Bereich der Tages- und/oder Wochenzeitungen sowie im Online-Bereich.

Für jene auszubildenden Journalisten, für die um einen Zuschuss angesucht wird, ist ein Anstellungsnachweis vorzuweisen.

Und schließlich gelten unter bestimmten Voraussetzungen auch Vereinigungen der Journalistenausbildung und –fortbildung ebenso für förderungswürdig wie der Einsatz von Auslandskorrespondenten.

Erschienen in Ausgabe 08+09/2011 in der Rubrik „Beruf und Medien“ auf Seite 81 bis 81. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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