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Liebling des Monats: Norbert Darabos

Warum wir ihm vertrauen

Weil nur jemand, dessen Glaube Berge versetzt, an das Berufsheer glauben und dennoch am Nationalfeiertag auf dem Heldenplatz 1.400 Rekruten angeloben kann. Und der auch keinen äußerlich erkennbaren psychischen Schaden nimmt, wenn sich bei derselben Gelegenheit Bundespräsident Heinz Fischer mit allen Österreichern stolz darüber zeigt, dass die „verfassungsmäßig verankerte Wehrpflicht eine zentrale Rolle spielt“.

Was wir über ihn schreiben möchten

Dass die Republik solche Männer braucht – von früh bis spät einsatzbereit für Österreich.

Worüber wir noch mehr wissen möchten

Ob er sich in seinen Parallelwelten nicht doch etwas übernimmt. Inzwischen sagen ihm Landeshauptleute, dass aus dem geplanten Verkauf von Kasernen nichts werden darf. Es protestiert der Koalitionspartner ÖVP gegen Personalabbau beim Bundesheer. Es droht ein Chefredakteur mit Klage wegen falscher Behauptungen. Es behauptet der einstige Generalstabschef Edmund Entacher unter Berufung auf die Berufungskommission des Bundeskanzleramts, dass seine Amtsenthebung ungesetzlich gewesen sei.

Warum wir ihn lieben

Weil er ungerührt versichert, er fühle sich in seiner Position gestärkt. So stellen wir uns soldatische Heldenpflicht vor, wenn eine Front zusammenbricht.

Erschienen in Ausgabe 10+11/2011 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 11 bis 11. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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