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Frauen an der Spitze rar

Von Hermine Schreiberhuber

An der Führungsspitze finden sich auch in Deutschland kaum Frauen. Die Situation ist nicht besser als in Österreich. In den aktuellen Printmedien hat es nur eine einzige Frau bis ganz nach oben geschafft – die Chefredakteurin der „taz“, Ines Pohl, deren Vorgängerin auch schon eine Frau war, Bascha Mika. Von 300 börsennotierten deutschen Unternehmen haben 80 Prozent kein weibliches Aufsichtsratsmitglied, nur in 7 Prozent der Firmen sitzt auch eine Frau im Vorstand.

Diese Zahlen lieferte die Sprecherin der BMW-Group in Deutschland, Nicola Brüning, die vor dem Wechsel in die Industrie selbst Journalistin war, auf dem diesjährigen Journalistinnenkongress in Wien. Im Fernsehen herrscht eine eigene Form der Diskriminierung: Die Nachrichtenmoderatorinnen sind allesamt jung, in keinem einzigen Sender blickt eine Frau um die 50 vom TV-Schirm. Brüning: „Es gibt keine Rollenvorbilder.“ Grauschläfrige TV-Nachrichten-Männer sind hingegen wohlgelitten.

BMW, selbst „ein technik- und männlich getriebenes Unternehmen“, will mit gutem Beispiel vorangehen. Mithilfe eines internen Coaching-Programms soll laut Brüning der Frauenanteil des 89.000 Mitarbeiter zählenden Konzerns in den höheren Etagen bis 2020 beträchtlich erhöht werden.

Erschienen in Ausgabe 12/202012 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 8 bis 8 Autor/en: Hermine Schreiberhuber. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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