ARCHIV » 2011 » Ausgabe 12/2011+01/2012 »

[Praxis]

Jeden Tag ein kleines Glück

Raphaela Stefandl stieg in den Journalismus bei der „Neuen Vorarlberger Tageszeitung“ ein, wechselte dann in den Aktuellen Dienst des ORF in Dornbirn. Dort werkte sie als Radio-Redakteurin mit Schwerpunkt Politik, Chefin vom Dienst in Radio und Fernsehen. Sie war Moderatorin und Sendungs-Verantwortliche von „Vorarlberg heute“ und ist stellvertretende Chefredakteurin bis 31. Dezember 2011. Ab Jänner ist Stefandl Schweiz-Korrespondentin des ORF.

Wie viel Macht hat ein Journalist?

Manche zu viel.

Ihr Verhältnis zur Macht?

Distanziert und beobachtend.

Was zeichnet einen guten Journalisten aus?

Seriös, unabhängig, ehrlich, kritisch, hartnäckig Recherchiertes in verständliche Form bringen können.

Wie wird sich der Journalismus künftig verändern?

Das Rad wird sich schneller drehen; verantwortungsvolle Sendungs- und Zeitungsmacher halten trotz allem an Qualitäts-Standards fest.

Warum sind Sie Journalistin geworden?

Weil ich unglaublich neugierig bin und schon als Schülerin gerne Geschichten geschrieben habe.

Wo und wie lernt man Journalismus am besten?

In der Praxis unter fordernden und fördernden ChefredakteurInnen.

Was sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?

Nervenstark und ungeduldig – diese beiden sind mir bekannt, vielleicht kennen Kollegen noch weitere Punkte …

Wie wichtig ist Klatsch?

Bringt Buntheit ins Leben.

Mit wem würden Sie Ihren Schreibtisch am liebsten teilen?

Mit jemandem, der auch meinen Teil abends immer aufräumt.

Stört Sie das schlechte Image von Journalisten?

Mag keine Pauschalierungen, jeder ist selbst für sein Image verantwortlich.

Journalisten gelten als eitle Zeitgenossen, und Sie?

Ist einer nicht eitel?

Wie kommt ein Nachwuchsjournalist so weit wie Sie?

Lust an der Arbeit, Fleiß, Zähigkeit, Ausdauer und das Quäntchen Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.

Ihr liebstes Hobby?

Skitouren, Sport aller Art und Essen.

Ihr Lieblingstrinkspruch?

Auf dass es uns nie schlechter gehen möge …

Sie lassen sich am liebsten ablenken durch …

Meine Tochter.

Wie halten Sie sich fit?

Joggen, skaten, Ski fahren.

Was törnt Sie an/ab?

Musik in jeder Lebenslage/ein kaltes Badezimmer in der Früh.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am besten?

Kennenlernen interessanter Menschen und spannender Schauplätze, die Schnelligkeit des Mediums.

Ein Tag Bundeskanzler sein, was tun Sie?

Schulreform – kein Stein bliebe auf dem anderen.

Welche Hoffnungen haben Sie bereits aufgegeben?

Dass das Leben gerecht ist.

Ihr teuerster Besitz?

Gesundheit, Motivation und dass ich über mich selbst lachen kann.

Wann waren Sie am glücklichsten?

Es gibt jeden Tag ein kleines Glück. Man muss es nur sehen!

Haben Sie sich schon einmal im Büro verliebt?

Und wie!

Was soll Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Das waren noch Zeiten!

Erschienen in Ausgabe 12/202012 in der Rubrik „[Praxis]“ auf Seite 130 bis 130. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;