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Liebling des Monats: Heinz-Christian Strache

Warum wir ihm vertrauen

Weil sein Lack schon wieder abbröckelt. Zeitweise konnte man ja wirklich glauben, er habe eine Läuterung durchgemacht und bereite sich auf höhere Aufgaben vor, für deren Bewältigung ein staatsmännisches Flair recht brauchbar ist. Aber leider, nichts mit Staatsmann, vielmehr mit einem Strache, wie wir ihn seit jeher kennen – attraktiv für jeden Pofel. Er bleibt glaubwürdig unterschichtig.

Was wir über ihn schreiben möchten

Dass er über die Doppelbödigkeit seiner Behauptung, es stehe längst fest, dass Österreich sein Triple-AAA-Rating verlieren werde, wenigstens nachträglich nachdenkt. Hätte seine FPÖ nämlich der Schuldenbremse zur Verfassungsmehrheit verholfen, wäre das AAA-Rating sicherer als vorher.

Worüber wir noch mehr wissen möchten

Wieso ein Politiker am Höhepunkt der europäischen Finanzkrise ohne Gewissensbisse das Kleingeld zählen kann, das für ihn und seine demagogischen Gewaltritte abfällt, wenn der Euro zu Bruch geht. Dann wird es nämlich gar keinen „rot-schwarzen Verwaltungsspeck“ mehr zu bekämpfen geben, sondern Geldentwertung und Massenarbeitslosigkeit. Und das nähme er in Kauf?

Warum wir ihn lieben

Weil er auch bei der Abstimmung über das Transparenzgesetz standhaft geblieben ist und die Stimme verweigerte. So weiß auch die Medienbranche: Mit Strache ist grundsätzlich nicht zu rechnen, darauf ist Verlass.

Erschienen in Ausgabe 12/202012 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 9 bis 9. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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