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Meta Krese ausgezeichnet

Von Hermine Schreiberhuber

Meta Krese heißt die diesjährige Gewinnerin des europäischen Journalistenpreises „Writing for CEE 2011“. Die slowenische Journalistin und Fotografin wurde für ihre kritische Reportage über die Roma-Minderheit in ihrem Heimatland ausgezeichnet. In dem Beitrag „Zu Besuch bei den Roma von Dolenjska“ schildert Krese deren tristes Leben. Im März erschien die Reportage in der slowenischsprachigen Ausgabe von „National Geographic“. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde von der APA – Austria Presse Agentur heuer zum achten Mal vergeben. „Je unbequemer der Journalismus in einem Land ist, desto reifer ist die Demokratie“, stellte APA-Außenpolitikchef Ambros Kindel in seiner Laudatio fest. Krese selbst kritisierte auch die Medien, die in Berichten über Minderheiten oft Stereotypen bedienen. Mit Hans-Dietrich Genscher konnten die Veranstalter einen hochkarätigen Festredner begrüßen. Der langjährige deutsche Außenminister, Außenamtschef zur Zeit des Falls des Eisernen Vorhangs und der Berliner Mauer, sieht Europa in der „schwersten Krise seit der europäischen Einigung“. Angesichts der Schuldenkrise forderte Genscher eine gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung. Die europäische Wirtschafts- und Währungsunion müsse wieder zu einer Stabilitätsunion werden.

Erschienen in Ausgabe 12/202012 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 24 bis 27 Autor/en: Hermine Schreiberhuber. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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