Warning: Use of undefined constant cms_navigation_js - assumed 'cms_navigation_js' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /var/www/journalist.at/www/htdocs/wp-content/plugins/cms-navigation/CMS-Navigation.php on line 361
„Dann machen wir die Werbung selbst“ - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

ARCHIV » 2012 » Ausgabe 02-03/2012 »

Beruf und Medien

„Dann machen wir die Werbung selbst“

Das Transparenzgesetz für die Werbung von Regierungsstellen in Medien wird am 1. Juli wirksam. Was ändert sich im Presseamt der oberösterreichischen Landesregierung?

Gerhard Hasenöhrl: Wegen inhaltlicher Beschränkungen im Transparenzgesetz werden wir manche Sachverhalte nicht mehr oder nicht wie in der bisherigen Form transportieren können. Wir hatten 2011, dem Jahr der „Ehrenamtlichkeit“, beispielsweise auch „Danke“-Inserate geschaltet, um ehrenamtlich Tätigen ausdrücklich zu danken. Das ist nicht mehr gestattet, weil damit kein Informationsbedürfnis der Bevölkerung befriedigt würde. Die „Vermarktungsschiene“ ist verboten. Bildliche Darstellung von Regierungsmitgliedern ist auch nicht mehr erlaubt, nicht einmal ihre Namen sollen genannt werden. Die Lust zu inserieren wird dadurch nicht gesteigert.

Führt das Transparenzgesetz also zur Verringerung öffentlicher Werbung?

Ich glaube schon. Im zweiten Halbjahr wird es diesen Rückgang geben, weil man erst ausloten will, was möglich ist oder nicht. Das Gesetz ist ja nicht so genau. Ich bin überzeugt, dass das Inseratenaufkommen zurückgeht.

Das trifft die Medien, kommt aber einem anderen Anliegen entgegen, nämlich der Sparpaketpolitik.

Schon. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Wir können für die Landesregierung eigene Produkte forcieren. Wir haben eine Landesillustrierte, die zwischen vier- und sechsmal im Jahr erscheint. Die kann dicker werden, öfter erscheinen, je nach Lage. Sie stellt keine Geldleistung an Medienunternehmen dar und wird deshalb durch das Gesetz nicht erfasst.

Wird sie verstärkt?

Das wird als eine unserer Möglichkeiten geprüft. Es kann aber auch sein, dass wir selber Beilagen produzieren und mit den Medien ausliefern lassen.

Das ist ja dann auch Werbung.

Wenn wir die Beilage selbst machen und das Medium nur für den Versand in Anspruch nehmen, wird es wahrscheinlich kein Problem geben.

Wie hoch ist die Summe, die bisher über das Presseamt verteilt wurde?

Unser Budget für Öffentlichkeitsarbeit macht rund siebeneinhalb Millionen Euro aus. Damit wird alles bedient – Eigenpublikationen, Medienbeobachtung, Eigenveranstaltungen und Werbung in Medien. Rund vier Millionen fließen in Form von Inseraten, Kooperationen, Sponsoring, Förderungen an die Medien, also Print, Radio, Fernsehen, Internet.

Erschienen in Ausgabe 02+03/202012 in der Rubrik „Beruf und Medien“ auf Seite 67 bis 67. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;