ARCHIV » 2012 » Ausgabe 02-03/2012 »

Rubriken

Liebling des Monats: Manfred Ainedter

Warum wir ihm vertrauen

Weil er das, was wir alle vermuten, nämlich dass Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser unschuldig ist, beruflich zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat. Er hat gewissermaßen das sicherste Ticket von allen Personen, die mit dem Fall zu tun haben.

Was wir über ihn schreiben möchten

Dass er in ferner Zukunft doch noch erfährt, wie der Fall Grasser ausgegangen ist. Er kennt zwar seinen Mandanten inzwischen weit besser als dessen Schwiegermutter, ist sich aber unsicher über seine Widersacher in der Justiz. Nur so ist sein dunkler Satz zu verstehen: Auch bei der Fortsetzung der Ermittlungen wüsste er dann wenigstens, wie die Verdachtslage der Justiz gegen seinen Mandanten genau sei.

Worüber wir noch mehr wissen möchten

Neugierig sind wir ja doch. Was wird sich Ainedter in jenen ganz seltenen Minuten, in denen er gerade keine Eingaben macht und keine Erklärung für die Medien abgibt, über Grasser denken? Aber vielleicht wäre auch das deckungsgleich mit den öffentlichen Erklärungen. Dann wüssten wir so wie der Anwalt ganz sicher: Grasser ist unschuldig.

Warum wir ihn lieben

Weil er bei seinem Kreuzzug für den Minister manchmal Erklärungen abgibt, die wir deshalb sofort verstehen, weil sie fern von jedem juristischen Kauderwelsch sind, zum Beispiel: Wenn die Ermittlungen endlich eingestellt würden, wäre sein Mandant von Kontoöffnungen, Hausdurchsuchungen und Einvernahmen verschont. Oder auch: „Man kann Grasser nicht ewig dunsten lassen!“ Wir sind voll auf seiner, nämlich Ainedters Seite.

Erschienen in Ausgabe 02+03/202012 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 7 bis 7. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;