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Mit der Hündin ohne Handy durch den Wald - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

ARCHIV » 2012 » Ausgabe 02-03/2012 »

Praxis

Mit der Hündin ohne Handy durch den Wald

Yvonne Lacina begann neben ihrem Studium der Publizistik und Politologie bereits 1997 mit einem Praktikum im ORF. Ihr Interesse an den TV-Nachrichten brachte sie rasch in die „ZiB“. Dort arbeitete sie zunächst am Operations Desk und drehte nebenbei gemeinsam mit Robert Gordon zwei „Am Schauplatz“-Folgen. Als Redakteurin und Reporterin war Lacina bis 2007 alternierend für die „ZiB“ und das Parlamentsmagazin „Hohes Haus“ unterwegs. Danach arbeitete Yvonne Lacina für die „ZiB“-Chronik. Seit 11. Jänner präsentiert die 34-jährige Wienerin die „ZiB-Flashes“.

Wie viel Macht hat ein Journalist?

Ich glaube, hier kommt es auf die Summe und auf das Thema an – wenn sich viele Journalisten zum Beispiel einem politischen Thema widmen, dann kann man viel bewegen. Wenn es um soziale Belange geht, dann kann man als einzelner Journalist schon manchmal eine Diskussion entstehen lassen. Wenn man immer und immer wieder darüber berichtet, in den unterschiedlichsten Formen.

Was zeichnet einen guten Journalisten aus?

Neugier, den Drang in sich spüren, Geschichten zu erzählen, aber sich als Beobachter betätigt, nicht versucht, seine Ideologie zur Geschichte werden zu lassen. Geschichten suchen, finden, erzählen.

Wie wird sich der Journalismus künftig verändern?

Man muss als Journalist immer schneller reagieren, immer schneller einen Weg finden, um die Nachricht in die Welt zu schicken. Social Media und die traditionellen Journalismuskanäle verschmelzen immer mehr. Journalisten müssen sich immer mehr bewusst die Zeit nehmen, sich einer ganz großen Story widmen zu können, müssen versuchen, sich nicht vom journalistischen Alltag hetzen zu lassen.

Schon einmal überlegt, den Beruf zu wechseln?

Ja natürlich, wenn ich daran denke, jeden Morgen mit Blick aufs Meer aufzuwachen. Aber sonst noch nicht, denn in unseren Breitengraden ist das der beste Beruf für mich.

Wo und wie lernt man Journalismus am besten?

Journalismus lernt man, indem man mit seinen Aufgaben wachsen kann. Ich halte den internen Ausbildungsweg für sehr gut.

Wie wichtig ist Klatsch?

Klatsch ist zwar nicht wichtig, gibt aber meiner Beobachtung nach manchmal Menschen für ein paar Minuten das Gefühl der Verbundenheit, obwohl sie sich vielleicht gar nicht kennen, weil sie vermutlich etwas wissen, was sonst niemand weiß, außer vielleicht all die anderen Menschen im Raum. :-)))

An welchem Ort würden Sie am liebsten arbeiten?

Am Meer – ein Haus mit einer Veranda, der Blick aufs Meer, den Laptop in der Hand, das Wellengeräusch im Ohr – klingt doch gut.

Stört Sie das schlechte Image von Journalisten?

Mich stört das schlechte Image von Journalisten nur dann, wenn ihnen vorgeworfen wird, dass sie nicht unabhängig sind. Ansonsten muss man nicht alles persönlich nehmen.

Sie irritieren Ihre Arbeitskollegen durch …?

Man sagt mir nach, dass ich zu oft über Dinge nachdenke, dass ich so viel Schokolade esse. Manche schütteln auch den Kopf, wenn sie sehen, dass ich auch Tiergeschichten mit großer Begeisterung mache.

Ihr liebstes Hobby?

Mit meiner Hündin durch den Wald gehen, da gilt auch Handyverbot!

Welche Hoffnungen haben Sie bereits aufgegeben?

Im Besonderen: dass ich richtig ordentlich werde. Im Allgemeinen: dass es jemals ein Wertesystem geben wird, in dem es keinerlei Ungerechtigkeiten gibt.

Wann waren Sie am glücklichsten?

Als ich mir zugestanden habe, dass mein Leben wirklich schön ist.

Was soll Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Sie war fair, menschlich, kollegial.

Erschienen in Ausgabe 02+03/202012 in der Rubrik „Praxis“ auf Seite 98 bis 98. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

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