Warning: Use of undefined constant cms_navigation_js - assumed 'cms_navigation_js' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /var/www/journalist.at/www/htdocs/wp-content/plugins/cms-navigation/CMS-Navigation.php on line 361
Schmerzens-Mutter im Tschador - Der Österreichische Journalist - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online

ARCHIV » 2012 » Ausgabe 02-03/2012 »

Rubriken

Schmerzens-Mutter im Tschador

Ein Bild vom arabischen Frühling ist das beste Pressefoto des Jahres 2011.

Die Jury des 55. World-Press-Photo-Bewerbes hat ein Bild des Spaniers Samuel Aranda zum besten Pressefoto des Jahres 2011 gewählt. „Dieses Foto wurde vor den Toren einer Moschee in Sana (Jemen) gemacht, während einer Demonstration, bei der Heckenschützen der Regierung zehn Personen getötet haben“, berichtet Aranda in „El País“. „Die Frau auf dem Bild wartet auf medizinische Hilfe. Ich saß dort einige Sekunden, bevor ich eintreten konnte. Kurz darauf brachten sie den Verletzten fort. Das Foto gehört zu einer Serie von vier oder fünf Aufnahmen. Ich erinnere mich an das Chaos, das in diesem Moment herrschte. Alle rundherum haben geschrien.“

Er habe „weiß nicht wie viele Anrufe bekommen, die zum Preis gratulierten“, sagt Aranda. „Aber das Wesentliche ist, dass wir uns bewusst sind, dass das Wichtige nicht ich als Fotograf bin. Sondern es ist die Frau, die ich fotografiert habe, welche zeigt, was im Jemen passiert. Seit einem Jahr gibt es dort Revolutionen. Sie protestierten und niemand kümmert sich um sie.“ „Das Foto steht für die gesamte Region“, begründete Jurymitglied Koyo Kouoh in Amsterdam die Auszeichnung. „Es präsentiert den Jemen, Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien – einfach für alles, was während des Arabischen Frühlings geschah.“

Die Jury vergab in neun Kategorien Preise an 57 Fotografen aus 24 Nationen von Afghanistan bis USA. Österreicher gehören nicht zu den Siegern. Insgesamt hatten sich 5.247 Fotografen aus 124 Ländern mit 101.254 Bildern beworben.

World Press Photo des Jahres: Der Spanier Samuel Aranda zeigt für die „New York Times“ eine jemenitische Frau, die in ihren Armen einen verletzten Verwandten hält.

Erschienen in Ausgabe 02+03/202012 in der Rubrik „Rubriken“ auf Seite 16 bis 19. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.

;